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Oschatz Sturmtief „Herwart“ sorgt für Dauereinsatz in Collm-Region
Region Oschatz Sturmtief „Herwart“ sorgt für Dauereinsatz in Collm-Region
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18:54 29.10.2017
Die Kameraden der Malkwitzer Feuerwehr räumen die umgestürzten Bäume von der B 6. Quelle: Feuerwehr Malkwitz
Collm-Region

Sturmtief Herwart bescherte Hauseigentümern und Einsatzkräften in der Region eine unruhige Nacht und einen arbeitsreichen Vormittag.

Auf der Holzlandstraße in Calbitz war ein Baum aus einem Garten quer über die Straße gestürzt und landete zum Teil auf einem parkenden Auto. Quelle: Feuerwehr Malkwitz

„Wir gehen jetzt auf die 50 Einsätze zu“, sagte der Oschatzer Wehrleiter Lars Natzke gestern Mittag der Oschatzer Allgemeinen. Ein Ende sei noch nicht in Sicht. Seit etwa 6.15 Uhr sei man im Dauereinsatz, inzwischen mit 35 Einsatzkräften der Wehren Oschatz, Limbach, Leuben und Schmorkau.

Das Sturmtief „Herwart“ hat auch in der Collm-Region gewütet. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz, um umgestürzte Bäume, Schäden an Stromleitungen oder Dächern zu beseitigen.

Die Bandbreite reiche von auf Straßen, Autos und Stromleitungen gefallene Bäume über beschädigte Schornsteine bis hin zu abgedeckten Dächern und dem vom Einsturz bedrohten Giebel des Verwaltungsgebäudes der Lebenshilfe. „So eine Fülle von Einsätzen gab es lange nicht, die Kameraden haben alle ihr Bestes gegeben“, lobte der Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar, der selbst die ganze Zeit vor Ort war.

Heikle Mission an beschädigter Stromleitung

Vier Einsätze hatte die Dahlener Wehr am Sonntagvormittag zu absolvieren. Sowohl in der Karl-Marx-Straße in Börln als auch an der Grundschule Dahlen hatten sich Dachteile gelöst. Bei einem weiteren Einsatz musste ein auf die Staatsstraße zwischen Dahlen und Schmannewitz gestürzter Baum beräumt werden. Größeren Aufwand verursachte ein Einsatz in der Feldstraße. Bevor die Feuerwehr einen in die Freileitung gefallenen Baum zerschneiden und bergen konnte, musste die Abschaltung der Stromleitung beantragt werden. Von zirka 9 bis 13 Uhr waren 15 Kameraden der Dahlener Wehr mit allen vier Fahrzeugen ohne Pause im Einsatz.

Bornitzer nach Einzugsfeier im Einsatz

Ihren vermutlich letzten Einsatz aus Milbredts Scheune absolvierte gestern Vormittag die Bornitzer Wehr. Dort war das Löschfahrzeug während des Neubaus des Gerätehauses und noch einmal zur Einzugsfeier am Freitag abgestellt worden. Drei Stunden waren die zehn Kameraden im Einsatz, um einen Baum zu bergen, der zwischen Bornitz und Wadewitz in eine Stromleitung gestürzt war.

Feuerwehr sperrt Zufahrt zum Anglerparadies

Bis zu 40 Kameraden der Wehren Mügeln, Schweta und Niedergoseln waren in der Stadt und ihren Ortsteilen im Einsatz. Sie beräumten unter anderem starke Äste von der Dr.-Friedrichs- sowie der Franz-Mehring-Straße und sperrten in Pommlitz einen durch herabstürzende Dachsteine gefährdeten Bereich ab. „Die Zufahrt zum Anglerparadies in Schlagwitz mussten wir wegen umgeknickter Bäume absperren“, erläuterte Wehrleiter Ingo Fischer. Mit der eigenen Technik sei man nicht in der Lage gewesen, diese Hindernisse zu beseitigen.

Kein Durchkommen auf der B 6

Am Sonntagmorgen war die Bundesstraße 6 zwischen Oschatz und Calbitz zeitweilig gesperrt. An dem kleinen Waldstück hinter Calbitz, am Abzweig Neuböhla waren Bäume umgeknickt und auf die Fahrbahn gestürzt. Die Feuerwehr Malkwitz, die seit 6.15 Uhr im Einsatz war, räumte die Strecke wieder frei. Aus den gleichen Gründen mussten die Calbitzer Straße und der Bischofsweg in Wermsdorf teilweise gesperrt werden. „Es war einfach so viel auf einmal zu tun, dass wir uns zu den Sperrungen entschlossen haben“, erklärte Wermsdorfs Bürgermeister Matthias Müller. Neben umgestürzter und entwurzelter Bäume bekamen es die Kameraden auch mit einem vom Sturm umgeknickten Strommasten auf der Sachsendorfer Straße zu tun. Insgesamt 19-mal wurde die Freiwillige Feuerwehr Wermsdorf zu Einsätzen gerufen, und im Gebiet des Wermsdorfer Waldes waren Mitarbeiter des Sachsenforstes im Einsatz.

Von Axel Kaminski und Jana Brechlin

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