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Suche nach dem perfekten Baum

Suche nach dem perfekten Baum

Der Verkauf von Weihnachtsbäumen geht heute in die heiße Phase. 2013 wollen die Kunden möglichst keine Kiefern, Tannen mit geringem Nadelfaktor, öfter größere Exemplare, die dann auch ein bisschen mehr kosten dürfen.

Region Oschatz. Experten geben auf OAZ-Nachfrage Einblicke ins Dickicht aus Rotfichten, Nordmanntannen und Schwarzkiefern.

 

Von Kathrin König

 

In der Baum- und Rosenschule Wolfgang Müller und Sohn beginnt der Verkauf offiziell heute. Seit mehr als 20 Jahren kaufen die Müllers Nordmanntannen in Dänemark ein. Blau- und Rotfichten stammen aus der Dübener Heide. "Es gibt auch Kiefern bei uns, aber die wollen nur noch sehr wenige Leute haben. Obwohl Kiefern ganz wenig nadeln, sind sie nicht mehr sehr beliebt", erklärt Geschäftsführerin Sabine Müller. Für sie ist eine Rotfichte der klassische Weihnachtsbaum - wegen des typischen Geruchs.

 

Am häufigsten würden die Oschatzer Bäumchen zwischen 1,50 und zwei Metern Höhe suchen. In den vergangenen Jahren seien aber auch öfter größere Bäume gekauft worden. Das Preisniveau schätzt Sabine Müller für die normal hohen Nordmanntannen so ein wie im Vorjahr auch: zwischen 13 und 80 Euro, je nach Größe. Dass man seinen gekauften Weihnachtsbaum bis zum 24. Dezember möglichst unter freiem Himmel lagern sollte, hat sich als Tipp schon rumgesprochen. "Wer dafür jedoch keinen Platz hat, für den lagern wir den Baum auch ein und liefern ihn zeitnah vor dem Fest nach Hause. Nur schmücken müssen die Leuten dann selbst", erklärt Sabine Müller und verrät schmunzelnd: "Uns kommt Weihnachten nur eine Nordmanntanne ins Wohnzimmer. Die suchen wir uns fast zum Schluss aus. Ja, da müssen wir dann Kompromisse machen und genau hinsehen, was noch einigermaßen passen könnte."

 

Unbedingt auf eine Nordmanntanne ist auch der stellvertretende Marktleiter des Obi-Baumarktes in Oschatz aus. Allerdings macht Daniel Henze dafür keine Zugeständnisse. "Ich sitze ja an der Quelle und suche nach dem perfekt aussehenden Baum für meine Familie." Bei knapp 1800 Exemplaren Vorrat könnte er eine Weile suchen. Drei Viertel aller Nordmanntannen im Baumarkt stammen aus Dänemark, ein Viertel aus Deutschland. Auch Henze sieht kaum Preisveränderungen im Vergleich zum Vorjahr. "Die Preise bei Nordmanntannen liegen zwischen 17,99 Euro und mehr als 40 Euro. Für den kleineren Geldbeutel haben wir auch Blaufichten, die etwas weniger kosten." Henze rät, für den Baumkauf bis spätestens vor dem 3. Advent zuzuschlagen. "Danach wird es bei uns eng. Fünf Tage vor dem Fest noch Weihnachtsbäume nachzubestellen, wird schwierig." Denn die Lkw-Ladungen voller Christbäumen haben Baumärkte wie der Oschatzer bereits im April 2013 geordert. Neben dem Trend zu größeren Bäumen, den Henze im Vorjahr auch in seinem Markt registriert hat, würden die Oschatzer verstärkt auf Qualität achten. "Das ist ein gutes Zeichen."

 

Nicht nur auf Qualität, sondern auch auf die Herkunft des Baumes und einen Erlebnisausflug mit der ganzen Familie sind die Leute aus, die sich in den Forstrevieren der Region selbst einen Baum schlagen wollen, meint Dr. Gebhard Baronius vom Forstbezirk Taura. Der Leiter des Staatsforstbetriebs und seine Mitarbeiter verkaufen in den Revieren wie Schmannewitz hauptsächlich am zweiten und dritten Adventswochenende Bäume zum Selber- schlagen (Termin-Infos direkt bei den örtlichen Forstbezirken).

 

Die Bäume sind in der Region etwa sieben bis zwölf Jahre lang auf speziellen Flächen gewachsen. Blaufichten und Tannen in den gängigen Größen würden zwischen 12 und 25 Euro kosten. "Es ist nicht einfach, den besten Baum zu finden im unübersichtlichen Gebüsch. Man muss genau hinsehen und richtig messen", rät der Forstbezirksleiter in Erinnerung an viele Käufer, die es beim Verladen ihrer Bäume schon mit der Angst zu tun bekamen. "Im Wald sehen Bäume immer anders aus als auf dem Anhänger oder im Wohnzimmer."

Kathrin König

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