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Süptitz muss Angriff auf Trainer teuer bezahlen

Nordsächsisches Sportgericht Süptitz muss Angriff auf Trainer teuer bezahlen

Die Ausschreitungen beim Fußball-Spiel der D-Jugend Süptitz gegen Merkwitz am 22. November wurde vom Sportgericht bewertet. Danach muss der Gastgeber die Konsequenzen tragen. Ein Zuschauer hatte dem Merkwitzer Trainer einen Schlag versetzt. Deshalb wurde das Spiel in der 53. Minute abgebrochen und der Geschädigte ins Krankenhaus gebracht.

Die Ausschreitungen beim Fußball-Spiel der D-Jugend Süptitz gegen Merkwitz haben Konsquenzen. (Symbolfoto)

Quelle: Christian Modla

Merkwitz/Süptitz. Das Urteil ist gesprochen: Der SV Süptitz muss die Suppe auslöffeln, die ihm ein Zuschauer im Spiel der D-Jugend Süptitz gegen den SV Merkwitz am 22. November eingebrockt hatte (wir berichteten). Der Fußball-Freund R. (Name liegt vor) hatte sich mit dem Merkwitzer Trainer angelegt und ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Das Spiel musste daraufhin in der 53. Minute abgebrochen werden. Zu diesem Zeitpunkt stand es 5:3 für Süptitz. Das wurde ein Fall für den Nordsächsischen Fußballverband (NFV), konkret für das Sportgericht. Das hat jetzt sein Urteil gesprochen: Der Süptitzer Verein muss 415 Euro an den NFV bezahlen: 150 Euro wegen Verstoßes gegen die Spielordnung, 250 Euro wegen schuldhaften Herbeiführens eines Spielabbruches und 15 Euro Verfahrenskosten. Das Spiel wurde mit drei Punkten für Merkwitz gewertet.

Reinhard Gronau, Vorsitzender des Sportgerichtes, hatte so eine Attacke in seiner langjährigen Tätigkeit als „Richter“ noch nicht erlebt. Von der Süptitzer Seite waren Rechtfertigungen zu hören. Danach sei Leigsring nicht schuldlos gewesen. Ihm wurden verbale Entgleisungen vorgeworfen worden. Der Zuschauer R. habe sich provoziert gefühlt. Der habe sich außerdem gleich danach bei Leigsring entschuldigt. Allerdings weiß der Geschädigte davon nichts, weil er „15 Minuten am Boden liegend behandelt“ werden musste. Der Schlag habe ihn an der Schläfe getroffen und eine Zeit lang ausgeknockt. „Bis jetzt hat sich von Süptitzer Seite weder bei Marco noch bei uns als Verein ein Vertreter des Süptitzer Vereins gemeldet und entschuldigt“, so Falk Zschäbitz, Abteilungsleiter Fußball beim SV Merkwitz enttäuscht.

Dass dieser Schlag nicht ohne war, zeigt die Begründung des Urteils: „Im Pflichtspiel kam es zu einer schweren Tätlichkeit. Der Zuschauer R. schlug den Trainer des SV Merkwitz, Marco Leigsring, durch Faustschlag nieder. Der Geschädigte musste daraufhin etwa 15 Minuten am Boden liegend behandelt werden. Nach Aussage des Geschädigten traf ihn der Schlag an der Schläfe, so dass er benommen liegen blieb.“ Der Rettungsdienst habe Leigsring zur stationären Behandlung ins Krankenhaus Torgau gebracht, wo er vom 22. bis 24. November behandelt wurde. „Im Entlassungsbrief des Geschädigten werden Schädel-Hirn-Traum 1. Grades mit Gesichtsschädelprellungen attestiert.“ Marco Leigsring habe Strafanzeige wegen Körperverletzung gestellt. Auch der Zuschauer R. lässt sich anwaltlich vertreten. „Die dem Sportgericht vorliegenden Stellungnahmen der Vereine widersprechen sich inhaltlich gewaltig.“ Es werde jedoch festgestellt, dass die seitens des SV Süptitz als Ursache aufgeführten Beleidigungen in keinem Fall eine derartige Tätlichkeit rechtfertigen. Das Gericht könne sich in diesem Fall nur auf den Schiedsrichter als unabhängigen Zeugen berufen.

Mit gebotener Strenge heißt es in der Begründung weiter, dass es keinen gekennzeichneten Ordner während des Spieles gab, und dem Schiedsrichter wurde auch kein Ordnerbuch „zur Kenntnisnahme und Gegenzeichnung vorgelegt“. Das verstoße gegen die Spielordnung des Sächsischen Fußballverbandes und werde dem zu Folge als mit entscheidend für die Tat gesehen. Richtigerweise habe der Schiedsrichter das Spiel auf Grund der Tätlichkeit abgebrochen. „Da das Verschulden zum Spielabbruch nach unserer Meinung eindeutig auf Seiten des SV Süptitz liegt, kann das Spiel nur für den SV Merkwitz gewertet werden.“ Das Platzverbot für den Täter werde zur Kenntnis genommen.

Von Gabi Liebegall

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