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Oschatz Surfen im Bus: Oschatzer Fahrzeugflotte bekommt noch 2018 W-Lan
Region Oschatz Surfen im Bus: Oschatzer Fahrzeugflotte bekommt noch 2018 W-Lan
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00:37 22.04.2018
Die Busse des OVH Oschatz sollen noch in diesem Jahr mit W-Lan ausgerüstet werden. Quelle: Foto: Christian Neffe
Oschatz

Die mobilen Datenvolumen werden immer größer, die Verbindungen immer besser. Kostenfreies W-Lan liegt in Fahrzeugen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) im Trend: In manchen Städten und für etliche Fahrgäste ist dieser Service inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Doch andernorts gibt es noch Probleme. Grund: In Fahrzeugen haben mobile Endgeräte – Smartphones, Tablets, Laptops – Schwierigkeiten damit, eine stabile und schnelle Internetverbindung aufzubauen. Vor allem Gäste der Deutschen Bahn kennen das Problem: Wer auf längeren Fahrten im Netz surfen will, muss zwangsläufig auf das kostenlose W-Lan-Angebot der Bahn zurückgreifen. Und wer dies schon mal versucht hat, der weiß, dass das allerdings nur selten problemfrei abläuft.

OVH „arbeiten an der Thematik“

Eine verlässlichere Funktionalität versprechen W-Lan-Angebote in Bussen. Bewohner der Collm-Region können sich freuen: Wie Joachim Hoffmann, Geschäftsführer der Omnibus-Verkehrsgesellschaft „Heideland“ (OVH), gegenüber der OAZ bestätigt, plant das Unternehmen, noch im laufenden Jahr Hotspots in ihren Fahrzeugen zu installieren. „Wir arbeiten an der Thematik und sind zuversichtlich, dass es noch 2018 werden wird“, so Hoffmann. Im Fuhrpark der OVH befinden sich derzeit 48 Fahrzeuge. Auf diese Neuerung können sich auch die Fahrgäste im Plus-Bus von Oschatz nach Torgau freuen. Die Firma Reiseverkehr Schulze aus Torgau, die diese Linie bedient, arbeitet in punkto W-Lan eng mit dem Oschatzer Unternehmen zusammen. „Wir werden auf die gleiche technische Lösung setzen, die die OVH auswählt“, betont Geschäftsführer Hans-Peter Schulze.

Fernbus-Unternehmen wie Flixbus haben das Thema schon länger aufgegriffen, nun ziehen auch die regionalen Unternehmen nach. Einer der Vorreiter: Die Regionalbus Leipzig GmbH, die für den ÖPNV im Muldental verantwortlich ist. „Deutschlandweit sind wir eines der ersten Unternehmen, das seine komplette Flotte mit W-Lan ausrüstet“, so Geschäftsführer Andreas Kultscher. Es wird kein Unterschied zwischen Abo-Kunden und anderen Fahrgästen gemacht – der Service ist für jeden kostenlos. Auch technisch war die Aufrüstung der Flotte unkompliziert: Die Busse laufen schon länger mit einem rechnergestützten Betriebssystem für die Anzeige von Ankunfts- und Abfahrtszeiten. Router und Antenne waren also bereits vorhanden, lediglich die sogenannten Access Points mussten neu installiert werden, was pro Bus rund 600 Euro kostete. Der Service trägt nicht unerheblich zur Attraktivität des ÖPNV bei: Wer die Wahl ha, ob er mit dem Auto fährt oder im Bus lieber entspannt und seine E-Mails prüft, wird künftig vielleicht eher in die Öffentlichen einsteigen.

Mehr Ruhe im Bus dank W-Lan

Vor allem für Schüler könnte der Service interessant sein, schließlich ist es für sie inzwischen eine Selbstverständlichkeit, jederzeit erreichbar und online zu sein. In der sechsmonatigen Testphase der Regionalbus Leipzig GmbH reagierten deshalb vor allem jugendliche Passagiere begeistert auf das Surf-Vergnügen. „Und unsere Busfahrer haben festgestellt, dass es deutlich ruhiger zugeht“, ergänzt Kultscher.

Geprüft wird die Möglichkeit, den Fahrgästen W-Lan anzubieten, auch bei der Döllnitzbahn – „ergebnisoffen“, wie Eisenbahnbetriebsleiter Lutz Haschke betont. Seiner Ansicht nach ist so ein Angebot nicht frei von rechtlichen Risiken für den Betreiber.

Von Christian Neffe und Axel Kaminski

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