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Tabellenführer hellwach und hoch motiviert

Tabellenführer hellwach und hoch motiviert

Radeberger SV 31:27 (17:13). Im Spitzenspiel der Verbandsliga Ost setzten sich die Handballerinnen der SG Oschatz/Riesa in eigener Halle gegen den Tabellendritten Radeberger SV mit 31:27 durch.

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Melanie Löschke (Nr. 7), hier gegen Neugersdorf, hat gegen den Radeberger SV ein gutes Auge sowie starke Nerven und trifft fünfmal für ihr Team.

Quelle: Gerhard Schlechte

SG Oschatz/Riesa. Das Spiel hielt, was es versprach - viele Tore, Kampf und Emotionen auf beiden Seiten. Nach den mäßigen Auftritten in den vergangenen Wochen war der Tabellenführer diesmal hellwach und hoch motiviert gegen den starken Kontrahenten aus der Bierstadt und konnte an die Leistungen der Hinrunde anknüpfen.

 

Ohne großes Abtasten starteten die Teams in die Partie. Gleich mit dem ersten Angriff eröffnete Julia Funke den Torreigen. Im Gegenzug zeigte die Radebergerin Doreen Zerbst als Torschützen-Erste ihr Können und hämmerte den Ball unter die Latte. Nahezu jeder Angriff landete in dieser frühen Phase im Tor, so dass es nach wenigen Minuten bereits 5:5 stand. Von der taktischen Maßnahme des gegnerischen Trainers, Spielmacherin Francie Hirth über 60 Minuten lang aus dem Spiel zu nehmen, ließen sich die Oschatz/Riesaerinnen nicht aus dem Rhythmus bringen. Claudia Hofmann agierte deshalb auf der Mitte statt am Kreis. Ohne große Spielzüge, sondern mit Eins-gegen-Eins-Situationen setzten die Gastgeberinnen die gegnerische Abwehr ordentlich unter Druck und kamen zu guten Torchancen. Auch die Abwehr hatte sich auf den Gegner gut eingestellt, verschob im richtigen Moment oder provozierte Fehlabspiele. Es folgten sechs Tore in Folge, so dass Radeberg beim Stand von 11:5 (13. Minute) die erste Auszeit nahm. Das hohe Tempo forderte mit der Zeit allerdings seinen Tribut. Die Gastgeberinnen agierten kurzzeitig nicht mehr ganz konzentriert und spielten den Angriff nicht immer clever aus. Radeberg kam bis auf 14:12 heran. Mit einem Vorsprung von vier Toren ging es in die Pause.

 

Die Gäste gaben das Spiel allerdings noch längst nicht verloren. Angeführt von der starken Doreen Zerbst (zehn Tore) zeigten auch sie ihre Klasse und kämpften sich wieder heran. In der 38. Minute glichen sie zum 18:18 aus und das Spiel war wieder offen. Den Führungstreffer durch die Gäste ließ der Tabellenführer allerdings nicht zu. Bis zum 23:23 blieb der Spielstand eng. Oschatz/Riesa legte vor und Radeberg glich wieder aus. Danach schafften es die Gastgeberinnen stets mit ein oder zwei Toren vorzulegen. Vor allem Julia Funke mit sechs Treffern und Sandra Liebe (neun Treffer) konnten in dieser Phase sich immer wieder gut in Szene setzen. Gleichzeitig zeigte Torfrau Anna Schneese einige Glanzparaden und hielt ihren Mitspielerinnen den Rücken frei. Im Gegensatz zu Radeberg war beim Tabellenführer die Verantwortung auf viele Schultern verteilt, so dass man drei Minuten vor dem Ende mit drei Treffern führte (28:25). Die Bierstädterinnen nahmen ihre zweite Auszeit und setzten nun alles auf eine Karte. SG-Trainer Daniel Reddiger ahnte, was sein Gegenüber plante und stellte sein Team auf die folgende Manndeckung ein. Wie besprochen, setzten Claudia Hofmann und Francie Hirth die Anweisungen mustergültig um und spielten sich mit Doppelpässen durch. Der letzte Treffer war dem Gastgeber vorbehalten, womit diese spannende Partie 31:27 endete. Wie bereits im Hinspiel zeigte sich Radeberg als der schwere Gegner und verlangte dem Tabellenführer alles ab. Dieser konnte zum richtigen Zeitpunkt sein Leistungsvermögen abrufen und somit einen Schritt weiter in Richtung Aufstieg gehen.

 

Am Sonntag geht es für die SG Oschatz/Riesa im HVS-Pokal weiter. Im Viertelfinale kommt kein geringerer als der Tabellenzweite der Sachsenliga HC Rödertal II nach Riesa. Der Pokal hat bekanntlich seine eigenen Gesetze, und darauf hofft auch das SG-Team.

 

Oschatz/Riesa: Anna Schneese; Lisa Krille, Melanie Löschke (5/3), Claudia Hofmann (4), Sandra Liebe (9), Francie Hirth (3), Anne Rillich, Maria Loose, Julia Funke (6), Lena Bormann (4/2).

G. Schlechte

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