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Oschatz Tag der Entscheidung: Cavertitzer wählen morgen neuen Bürgermeister
Region Oschatz Tag der Entscheidung: Cavertitzer wählen morgen neuen Bürgermeister
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00:32 29.06.2015
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Cavertitz

Von Jana Brechlin

Die Auswahl ist dabei unverändert, denn alle drei Kandidaten stehen auch morgen zur Abstimmung.

Bekannt dürften die Bewerber mittlerweile allen sein, am längsten in der Kommunalpolitik ist dabei Volker Döring (CDU) vertreten. Der 53-Jährige aus Sörnewitz sitzt seit vielen Jahren im Gemeinderat und ist überdies stellvertretender Bürgermeister. In dieser Position hat er Amtsinhaberin Gabriele Hoffmann (parteilos) wiederholt in Sitzungen, auf Terminen und in der Behörde vertreten. "Ich möchte mit dieser Erfahrung und auch mit meinen Kenntnissen aus der Wirtschaft als selbstständiger Unternehmer jetzt mehr Verantwortung für Cavertitz übernehmen", sagte er. Auch wenn der Abstand zur Konkurrenz von der SPD im ersten Wahlgang deutlich ausfiel - Döring holte 28,7 Prozent der Stimmen, Christiane Gürth 49,4 Prozent - blicke er der neuerlichen Abstimmung zuversichtlich entgegen, ließ er wissen.

Das tut auch die Kandidatin der Sozialdemokraten. Christiane Gürth ist kommunalpolitisch erstmals im vergangenen Jahr aufgefallen, als sie für den Gemeinderat kandidierte und gewählt wurde. Engagiert hat sich die 38-jährige Juristin auch schon vorher: als Elternsprecherin im Kindergarten und Grundschule sowie bei Veranstaltungen in ihrem Wohnort Bucha etwa. Rührigkeit bewies sie auch im Wahlkampf, verteilte - unterstützt von Familie und Freunden - Faltblätter und besuchte zahlreiche Veranstaltungen. Bei der Wahl Anfang Juni verfehlte sie die absolute Mehrheit nur um wenige Stimmen - ein sensationelles Ergebnis für die Genossen, die jahrelang überhaupt keine Rolle in der Cavertitzer Kommunalpolitik spielten und jetzt die Chance haben, ihre Kandidatin an der Spitze der Gemeinde zu platzieren. Christiane Gürth geht morgen als Favoritin ins Rennen.

Ralf Lindner ist bekannt dafür, konsequent für seine Überzeugungen einzutreten. Dazu passt, dass der Einzelbewerber aus Cavertitz auch morgen wieder auf dem Stimmzettel stehen wird, obwohl er am 7. Juni 264 Stimmen holte und damit an letzter Position lag. "Ich bleibe dran", sagt er kämpferisch. Der Heilerziehungspfleger sitzt - wie seine Konkurrentin Gürth - seit einem Jahr für die Sozialdemokraten im Cavertitzer Gemeinderat und ist in den Jahren davor vor allem wegen seines Engagements für den Erhalt der kommunalen Grundschule aufgefallen.

Beim ersten Urnengang war die Wahlbeteiligung mit 64,3 Prozent die höchste in der Region. Wie motiviert die Wahlberechtigten morgen sind, bleibt abzuwarten. Dieses Mal reicht den Bewerbern die einfache Mehrheit, um in das Bürgermeisterbüro in Schöna einziehen zu können. Die Cavertitzer hatten in den vergangenen Wochen mehrfach Gelegenheit, mit den Kandidaten ins Gespräch zu kommen und Fragen zu ihren Plänen für die Landgemeinde zu stellen.

Spannend wäre es gewesen, Volker Döring, Christiane Gürth und Ralf Lindner bei einer gemeinsamen Runde im direkten Schlagabtausch zu erleben. Doch diese Begegnung kam in all den Wochen nicht zustande.

Brechlin, Jana

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