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Oschatz Tagestouristen entdecken Oschatzer Türmerwohnung für sich
Region Oschatz Tagestouristen entdecken Oschatzer Türmerwohnung für sich
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16:14 04.07.2016
Im Südturm von St. Aegidien befindet sich die dreistöckigee Türmerwohnung. Quelle: privat
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Oschatz

Was sich lohnt, in Oschatz zu besuchen, sieht man am besten von oben: Deshalb nutzen viele Tagestouristen den Aufsteig in die Türmerwohnung, um sich einen Überblick zu verschaffen. Ihre Anreise ist in den meisten Fällen nicht weit und sie verbinden die Tour ins Herz von Sachsen mit anderen Stationen.

Ina und André Hechtfisch aus Kesselsdorf bei Dresden schauen sich mit Tochter Lilly-Marleen an, was es entlang der Elbe zu sehen gibt. Der Abstecher nach Oschatz war Zufall. „Wir fuhren auf der B 6, unser Ziel war Riesa. Die mächtigen Oschatzer Doppeltürme haben uns dann doch neugierig gemacht“, verrät André Hechtfisch. Seine Frau Ina wirft ein: „Als unsere Lilly in der Kirche hörte, dass es weiter oben eine Wohnung gibt, hatten wir keine andere Wahl – sie überredete uns förmlich zu diesem Aufstieg.“

Von ihrer Heimat Stollberg lockte es Antje und Steffen Hößler am sonnigen Sonnabend zunächst nach Wermsdorf. „Dort haben wir uns das Schloss Hubertusburg angesehen. Bei einer Führung erfuhren wir dann, was es im Umkreis noch alles zu sehen gibt. Die Kirche hat schließlich das Rennen gemacht“, erzählt Steffen Hößler. Für seine Frau ist klar, dass ihr erster Abstecher nach Oschatz nicht der letzte sein wird. „Das ist wirklich eine wunderschöne Gegend. Entlang der Straße entdeckt man so vieles, es lohnt, besucht zu werden“, schwärmt sie.

Bärbel Garbe war schon etliche Male in Oschatz – immer dann, wenn ihr Mann, der aus Oschatz stammt, Klassentreffen hat. Nun war es wieder einmal soweit. Da sich der gesamte Jahrgang zum Erinnern an den Schulabschluss vor 55 Jahren trifft, kommt sie kaum dazu, mitzureden. „Also suche ich mir in der Stadt etwas, um die Zeit zu vertreiben.“ Fündig wurde sie dieses Mal in der Türmerwohnung. „Hier wollte ich schon immer einmal rauf, stand aber vor verschlossener Tür. Nun klappt es endlich.“

Die vielen roten Ziegeldächer und die grünen Ecken im Stadtbild haben es der Dortmunderin angetan. „So etwas sucht man bei uns doch vergeblich“, stellt sie fest. Die Bemühungen, die Kirche zu beleben, schätzt sie sehr. „Dieses Ehrenamt ist Teil einer enthusiastischen Stadt.“

Die Welt zu Gast in Oschatz: http://www.lvz.de/Region/Oschatz/Die-Welt-zu-Gast-in-Oschatz-oder-Wenn-der-Tuermer-einen-Dolmetscher-braucht

Eine hauptamtliche Türmerin erzählt: http://www.lvz.de/Region/Oschatz/Klingel-fuer-Tuermer-in-der-St.-Aegidienkirche-Oschatz-schrillt-im-Minutentakt

Ein neuer Dauergast zieht auf St. Aegidien ein: http://www.lvz.de/Region/Oschatz/Hundertjaehrige-Blondine-zieht-in-Oschatzer-Tuermerwohnung-ein

Ein Stammgast und viele Überraschungseier: http://www.lvz.de/Region/Oschatz/Gemuetliches-Kaffeekraenzchen-ueber-den-Daechern-von-Oschatz

Balanceakt zwischen den Kirchtürmen: http://www.lvz.de/Region/Oschatz/Balanceakt-zwischen-Oschatzer-Kirchtuermen

Eine Hochzeit über den Dächern von Oschatz: http://www.lvz.de/Region/Oschatz/Oschatzer-Tuermer-empfaengt-Hochzeitspaar

Premiere für die Oschatzer Türmergeschichten: http://www.lvz.de/Region/Oschatz/Ueber-den-Daechern-von-Oschatz-Ein-Tuermer-berichtet

Von Christian Kunze

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