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Talente im Fußballcamp des SV Borna gefördert

Talente im Fußballcamp des SV Borna gefördert

Auf dem Fußballfeld des SV Borna herrschte vor Kurzem ein emsiges Treiben. 38 kleine Fußballer im Alter von sechs bis zwölf Jahren trainierten gemeinsam.

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Der ehemalige Bundesligaspieler Nils Schlotterbeck (2.v.r.) und der Bornaer Trainer Thomas Stolle (r.) trainieren eine Woche mit den kleinen Kickern im Fußballcamp des SV Borna.

Quelle: Bärbel Schumann

Borna. Von bärbel schumann

 

Sie alle, darunter sieben Mädchen, lernten eine Woche lang jeden Tag, wie sie bei der Jagd nach Toren mit dem runden Leder, im Tor oder in der Abwehr noch erfolgreicher werden können.

 

Organisiert hatte das Fußballcamp Thomas Stolle, Trainer der E-Jugend im Bornaer Verein. "Ich wollte in den Ferien einfach den Mädchen und Jungen eine Chance für eine sportliche Betätigung bieten. In vielen anderen Vereinen werden seit Jahren solche Ferienangebote unterbreitet. Da dachte ich mir, das müsste doch auch bei uns funktionieren", erzählt er. Im Internet ging er auf die Suche nach einem geeigneten Partner. Mit der Fußballschule des ehemaligen Bundesligaspielers Nils Schlotterbeck fand er sie. Das war vor mehr als drei Jahren. Inzwischen fühlt sich Schlotterbeck in Borna schon fast wie zu Hause. "Ich kann die Organisation und das Engagement hier im Verein nicht genug loben. Es macht einfach Spaß, mit solch begeisternden Leuten zusammenzuarbeiten", erklärt der Chef der Fußballschule.

 

Obwohl einige Regentropfen vom Himmel fielen, wurde das Trainingsprogramm voll durchgezogen. Während eine Gruppe auf einem Teil des Fußballplatzes das am Vormittag Erlernte im Zusammenspiel mit der Jugendnationalspielerin Franziska Harsch übte, trainerte eine andere Gruppe Beinarbeit mit Nils Schlotterbeck. Dabei gab der erfahrene Fußballtrainer mit A-Lizenz klare Ansagen. Ab und an schaute er auch hinüber zu den spielenden Mädchen und Jungen. "Franziska kenne ich schon lange. Sie absolviert gerade ein Praktikum in meiner Fußballschule. Im März war sie Teilnehmerin an der U 17-Weltmeisterschaft in Costa Rica", bemerkte Schlotterbeck.

 

Zur Trainingsgruppe von Franziska Harsch gehören auch einige Mädchen, die am Fußballcamp teilnahmen. Sophie Lorenz war eine von ihnen. Die Elfjährige spielt seit vier Jahren Fußball beim SV Merkwitz, hat sich derzeit einen Platz in der Abwehr ihrer Mannschaft gesichert. Ihr großes Vorbild ist Nationalspielerin Babett Peter aus Oschatz. Sophie Lorenz lernte sie bereits bei einer Stippvisite in der Schule kennen und somit nicht nur Peters Qualitäten auf dem Fußballplatz schätzen. "Ich bin das erste Mal im Fußballcamp dabei. Es macht viel Spaß, auch wenn es manchmal sehr anstrengend ist. Aber man kann hier eine Menge lernen", erklärte die Oschatzerin. Die Augen des Mädchens funkelten dabei - ein Zeichen für ihre Begeisterung für den Fußballsport. Sophie Lorenz ist sich aber auch bewusst: "Wenn ich im Sport etwas erreichen will, dann muss ich für mein Ziel etwas tun, wie mich im Fußballcamp auch bei Sommerhitze schinden." Während sich andere Kinder ihres Alters im Freibad tummeln, hat sie ihr sportliches Ziel fest im Blick.

 

Trainer Schlotterbeck beobachtete seine Fußball-Eleven genau. Da konnte es schon mal passieren, dass ein lautstarkes "Streng Dich an!" über den Platz schallte. Doch er verteilte auch gern Lob für Einsatz, machte einen Spaß mit. "Es sind ja schließlich Ferien", sagte der Fußballtrainer. Zudem fühle er sich pudelwohl in Borna, habe Freundschaften geschlossen, gehöre fast schon zur Familie.

 

Unter den Jungen hatte er einige wirklich gute Talente in den vorangegangenen Tagen im Fußballcamp beispielsweise bei Übungen zur Koordination, in der Technik gesichtet. "Die sind wirklich gut", meinte der Fußballexperte. Einer von ihnen sei Valentino Rische. Zum zweiten Mal verbrachte er einige Ferientage im Bornaer Fußballcamp. Seit fünf Jahren spielt er, ebenfalls in Merkwitz, in der Abwehr oder steht erfolgreich im Tor. Das Fußball-Gen scheint er geerbt zu haben. Sein Onkel ist kein geringerer als Ex-DDR-Nationalspieler Jürgen Rische. Die Hitze machte ihm nicht so viel aus, sagte der Steppke selbstbewusst. Nach den anstrengenden Stunden in Borna auf dem Platz freute er sich jedes Mal auf den Abend zu Hause. Kein Wunder, denn dann wurde im Familienpool gebadet.

 

Inzwischen neigte sich der Tag im Fußballcamp dem Ende entgegen. Eltern oder Großeltern trudelten auf dem Gelände ein, um die jungen Kicker abzuholen. Und am nächsten Morgen trafen sich dann alle wieder in Borna. "Ich bin froh, dass wir mit dem Camp solch einen guten Erfolg haben. Die Kinder kommen nicht nur von unserem Verein, viele wohnen in Riesa, Strehla, Oschatz, Dahlen und anderen Orten", sagte Thomas Stolle. Er freut sich, dass das Projekt Fußballcamp im Bornaer Verein eine gute Unterstützung erhält. Vereinsmitglieder wie Michelle Schneider kümmerten sich zum Beispiel um die Versorgung der kleinen Fußballer.

 

Übrigens, nicht nur Kinder, die bereits in einem Verein spielen, nehmen am Camp teil. So hegt Thomas Stolle nicht umsonst immer wieder die Hoffnung, wenn er die fünftägige Veranstaltung organisiert, dass er auch ein neues Talent für seinen Verein entdecken beziehungsweise gewinnen kann.

Bärbel Schumann

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