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Technischer Defekt löste wohl Brand in Cavertitzer Pferdegestüt aus

Zwei Pferde in Behandlung Technischer Defekt löste wohl Brand in Cavertitzer Pferdegestüt aus

Das Resultat nach dem verheerendem Brand im Gestüt Cavertitz: zwei Pferde werden in der Uni-Tierklinik in Leipzig behandelt. Menschen kamen nicht zu Schaden. Für das Team des Gestütes geht ans Aufräumen.

Langsam erholen sich die Pferde aus dem Cavertitzer Gestüt von dem Schreck aus der Brandnacht.
 

Quelle: Dirk Hunger

Cavertitz. Ein technischer Defekt hat den Brand in einer Lagerhalle mit 100 Tonnen Stroh in Cavertitz ausgelöst. Das Feuer ist mit großer Wahrscheinlichkeit von einem Notstromaggregat im Keller ausgegangen, wie die Polizei am Freitag in Leipzig mitteilte.

Noch immer liegt über dem Ort ein Mantel aus Rauch und der Geruch nach Verbranntem. Der Brand im Gestüt ist im Ort derzeit das Thema Nummer Eins. Ein Feuer vernichtet nicht nur materielle Dinge, sondern brennt sich auch im Gedächtnis ein. Noch immer hielten am Freitag Kameraden freiwilliger Feuerwehren Brandwache wegen immer wieder „aufbäumender“ Glutherde.

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Einen Tag nach dem Feuer zeigen sich die Ausmaße des Schadens – zwei Pferde noch in der Klinik

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Die Mitarbeiter um Verwalterin Cornelia Zeibig und die Besitzer der Pferde sind froh, dass kein Mensch zu Schaden gekommen ist. Trotzdem sind ihre Gesichter gezeichnet.

Mitarbeiterin Ute Gabriel ist anzumerken, dass ihr die Tränen näher sind als die Lust auf ein Gespräch. Das öffentliche Interesse ist groß. Das hat sie bereits in der Brandnacht mitbekommen. Die Sorge um Mensch und Tier sitzt allen noch in den Knochen.

„Aber es muss weiter gehen“, so Ute Gabriel. Sie berichtet, dass sechs Pferde aus einer Halle auf die nahe liegende Koppel getrieben und so gerettet werden konnten. 20 weitere Pferde, alles Deutsche Sportpferde, waren in Panik weggelaufen. „Bis nach Lampertswalde und Großböhla.“ Das sind fast elf Kilometer.

Vorsichtshalber hatte das Gestüt über den Verkehrsfunk informieren lassen, dass Autofahrer wegen entlaufenden Pferden besonders vorsichtig fahren sollten.

Ein großer Stein ist dem Gestüts-Team vom Herzen gefallen, als am frühen Morgen alle Tiere wieder eingefangen sind. Zwei Pferde, die sich bei dem verheerenden Brand im Gestüt Cavertitz Verletzungen zugezogen haben, werden momentan in der Universitätstierklinik Leipzig behandelt. „Sie wurden nicht durch Feuer, Qualm oder Rauch verletzt, sondern, weil sie durch den Brand panisch durcheinander liefen und sich selbst verletzt haben“, so Ute Gabriel.

Eines der beiden Pferde gehört Torsten Gaitzsch aus der Region. „Es hat sich eine tiefe Schnittwunde am Bein hinten links zugezogen und musste operiert werden.“ Wann die fünfjährige Stute entlassen werden kann, hängt vom Verlauf der Genesung ab. Das andere Pferd habe sich im Brustbereich verletzt und sei genäht worden.

Die Mitarbeiterin kann aber auch sagen, dass die Hilfeleistung aus der Region groß ist. Da Futter in Größenordnungen verbrannt ist, haben vor allem landwirtschaftliche Betriebe aus der Umgebung Unterstützung angeboten, also brauche sich das Gestüt keine Sorgen um Futter machen. Das lässt die Besitzer der Pferde, die ihre Tiere hier in Pension haben, wieder besser schlafen. „Wir haben die Besitzer alle sofort informiert.“ Sie seien auch schnellstmöglich gekommen.

Nachdem die Mitarbeiter einen Überblick über den Schaden haben, wird aufgeräumt, wo es möglich ist. „Dort, wo immer noch Glutnester sind, können wir natürlich nicht hin.“ Der finanzielle Schaden könne noch nicht beziffert werden.

Um 17 Uhr am Donnerstag beenden die Feuerwehren offiziell ihren Einsatz. Der Leiter des Feuerwehreinsatzes, Gemeindefeuerwehr-Chef Hans-Günter Hesse: „Wir haben noch einige Schläuche liegen lassen, damit sie bei Bedarf schnell zusammen gesteckt sind“, sagt er.

Am Freitag seien die letzten Schläuche und andere Feuerwehrutensilien aufgeräumt und das Objekt abgesperrt an den Besitzer wieder übergeben worden. Die werde es in regelmäßigen Abständen kontrollieren.

Hesse kann sich nur schwer daran erinnern, wann er mit seinen Kameraden einen so großen Brand zu löschen hatte. „Das ist schon lange her.“ Übrigens möchte er sich bei allen Einsatzkräften bedanken, dass alles so gut geklappt hat. „Ich bin stolz auf meine Feuerwehr-Kameraden!“

Von Gabi Liebegall

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Cavertitz
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