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Teichwirtschaft Wermsdorf braucht Sicherheit für gepachtete Gewässer

Wirtschaft und Freistaat Teichwirtschaft Wermsdorf braucht Sicherheit für gepachtete Gewässer

Das Gewässer, an dem im Oktober viel Besucher beim Fischzug zuschauen, gehört dem Freistaat . Damit Georg Stähler dort Karpfen produzieren kann, hat er einen Pachtvertrag. Dass dessen kurze Restlaufzeit der Planungssicherheit für die Übergabe des Betriebes an Tochter Angela hinderlich ist, war eines der Probleme, das er beim Besuch von Stanislaw Tillich ansprach.

Nach dem Blick auf dem Horstsee lädt Gastgeber Georg Stähler Stanislaw Tillich zu einem guten Tropfen und ein paar Probierhäppchen verschiedener frischer Erzeugnisse der Teichwirtschaft Wermsdorf ein.

Quelle: Axel Kaminski

Wermsdorf. Auf seiner Themenreise „Umwelt, Landwirtschaft, Ländlicher Raum“ besuchte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) zwei Betriebe in der Collm-Region. Zunächst machte er in der Agrargenossenschaft Laas Station, bevor er die Teichwirtschaft Wermsdorf aufsuchte.

Sowohl Firmeninhaber Georg Stähler als auch der Wermsdorfer Bürgermeister Matthias Müller (CDU) nutzten den kurzen Spazierweg vom Betriebshof zum Horstsee, um Stanislaw Tillich auf den schönen Blick zu Schloss Hubertusburg hinzuweisen. Dort sei ja der Freistaat Hausherr. Der Bürgermeister erhielt dabei die Gelegenheit, über ein neueres Konzept zu berichten, wonach sich durch die Einbindung von Kunstmäzenen mit „einer schlanken Investition von zehn Millionen Euro“ eine Dauerausstellung aufbauen ließe.

Der Ministerpräsident dankte der Wermsdorfer Verwaltung für ihr Engagement. „Der Ministerpräsident ist dankbar dafür, dass es neue Entwicklungen gibt“, schilderte Matthias Müller seinen Eindruck über diesen Punkt des Gespräches.

Mit dem Tourismus ist die Teichwirtschaft Wermsdorf eng verknüpft, nicht nur durch das alljährliche Horstseefischen. Wie die Gastronomen an den Seen hat Georg Stähler Berührungspunkte und Interessenkonflikte mit der Landestalsperrenverwaltung. „Wenn die Vorsperre des Döllnitzsees zuwächst, ist das für die Besucher des Ortes nicht attraktiv und für uns stellt das eine Einschränkung der nutzbaren Fläche dar“, erläuterte der Firmeninhaber. Kritisch sehe er auch, dass der Abfluss aus dem See festgeschrieben sei. Das bedeute bei ausbleibenden Niederschlägen zwangsläufig sinkende Wassermengen in der Teichkette. Problematisch sei, dass es viele Ansprechpartner gäbe, die zu hören sind und an Entscheidungen mitwirken.

Teichwirtschaft braucht Planungssicherheit mit längeren Pachtverträgen

Gegenüber dem Ministerpräsidenten sprach Georg Stähler ebenfalls seine Wünsche hinsichtlich der Pachtverträge über die Teiche an. „Das sind zwei Pakete, die 2010 beziehungsweise 20121 auslaufen“, erläuterte der 63-Jährige. Danach würden sie vom sächsischen Finanzministerium wieder ausgeschrieben. Um die Nachfolge im Betrieb zu klären, wäre es wichtig, hinsichtlich der Pacht Planungssicherheit zu bekommen. „Die kurze Frist bis zum Ende der Pachtverträge erschwert es, die zur Verfügung stehenden Mittel des Sonderprogrammes ’Lokale Fischereiaktionsgruppe’ aus dem Leader-Programm abzurufen“, erläuterte Matthias Müller.

„Uns ist es wichtig, dass die Pächter nachweisen können, dass sie ihre Flächen werthaltig nutzen“, beschrieb Stanislaw Tillich die Position des Freistaates. Nicht überall werde so verantwortungsvoll mit diesen Werten des Landes umgegangen wie in diesem Wermsdorfer Betrieb. Prinzipiell sei der Freistaat an der Sicherheit der Betriebe, die auf seinem Boden wirtschaften, interessiert.

Von Axel Kaminski

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