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Oschatz Therapiepraxen und Verwaltung der Oschatzer Lebenshilfe in neuem Domizil
Region Oschatz Therapiepraxen und Verwaltung der Oschatzer Lebenshilfe in neuem Domizil
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00:21 20.08.2017
Die Therapeuten der Lebenshilfe und ihre Patienten finden im neuen Domizil großzügige Räume vor. Quelle: Fotos: Axel Kaminski
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Oschatz

Gestern Nachmittag übergab Bärbel Stein, Präsidentin des Lebenshilfe-Regionalvereinigung Oschatz, den Schlüssel zum Striesaer Weg 4 an die Geschäftsführung sowie die Leiterinnen der Tagespflege und des Therapeutenteams.

Damit setzte sie den offiziellen Schlusspunkt unter eine rund zwei Jahre währende Zeit der Planung und des Bauens. Seit Mitte Juni nutzt die Lebenshilfe das einstige Verwaltungsgebäude, in dem unter anderem die Kfz-Zulassungsstelle ihren Sitz hatte.

Bärbel Stein erinnerte daran, dass Präsidiumsmitglied Robert Stadler bei der Diskussion um eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die am Holländer ansässigen Therapiepraxen dieses Gebäude vor drei Jahren in den Fokus rückte. Im Sommer 2015 stimmte der Kreistag Nordsachsen dem Verkauf des 2012 freigelenkten Gebäudes an die Lebenshilfe zu.

Regionale Baufirmen profitierten von Umbau des Verwaltungssitzes

Nach ersten Gesprächen mit dem Planungsbüro im Herbst 2015 begannen die Umbauarbeiten im März 2016 – mit Rückbauten und Entkernungen. In dieser Phase war die Hauseigene Intergrationsfirma könnmer & machmer besonders aktiv.

„Wir sind stolz darauf, dass wir 90 Prozent aller Leistungen an Firmen in und um Oschatz vergeben konnten“, betonte Vorstandsvorsitzender Markus Drexler. Nach der Entkernung habe er Zweifel gehabt, dass man in diese Hülle etwas Vernünftiges einbauen könne. Es habe ihm manche Kopfschmerzen bereitet, wie stark sich Bauvorschriften seit 1995 – als die Kreisverwaltung das Haus errichtete – verändert hätten.

Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) dankte der Lebenhilfe für ihr Engagement und gratulierte zum Einzug. Angesicht des Aufwandes, den sie hier habe betreiben müssen, sei beim Bau 20 Jahre zuvor wohl einiges schiefgegangen. Er freue sich darüber, dass dieses Dienstleistungsangebot, das allen Bürgern offenstehe, in die Mitte der Stadt rückt.

Zentrale Anmeldung und gemeinsamer Wartebereich für alle Praxen

Petra Göllnitz, die das Therapieteam mit insgesamt neun Mitarbeitern leitet, betonte, dass man das Domizil am Holländer in guter Erinnerung hinter sich gelassen habe. Die Therapiebereiche würden nun enger zusammenrücken. „Hier gibt es eine zentrale Anmeldung und einen gemeinsamen Wartebereich für Logopädie, Physio- und Ergotherapie. „Einige Praxisräume am Holländer waren Durchgangszimmer. Das ging nur noch, weil sie unter Bestandschutz standen“, erläuterte sie. So etwas gibt es im neuen Gebäude nicht. In dessen Obergeschoss hat die Verwaltung der Lebenshilfe ihr neues Domizil bezogen. Außerdem sind dort die sogenannten niederschwelligen Betreuungsangebote, zum Beispiel Tagespflege und Entlastungspflege, zu finden.

Von Axel Kaminski

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