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Oschatz Tierwohl als Unterrichtsprojekt an der Grundschule Neusornzig
Region Oschatz Tierwohl als Unterrichtsprojekt an der Grundschule Neusornzig
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00:16 30.05.2017
Tierärztin Dr. Katja Lehmann kommt mit den Neusornziger Grundschülern über Haus- und Lieblingstiere ins Gespräch. Quelle: Foto: Axel Kaminski
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Sornzig

Die Drittklässler der Grundschule „Auf der Höhe“ Neusornzig probten in dieser Woche schon einmal für ihre Klassenfahrt im kommenden Jahr. Im benachbarten Sornzig übernachteten sie – nach einem Grillabend und einer Gruselwanderung durch das Kloster – in diesem Gemäuer. Am nächsten Vormittag stand eine ganz besondere Unterrichtsstunde mit Tierärztin Dr. Katja Lehmann auf dem Plan.

Die Hannoveranerin war im Rahmen des Projektes „Liebe fürs Leben – Tierschutzunterricht für Kinder“ im Kloster Marienthal zu Gast. Zunächst stellten sich die Kinder ihrem Gast vor und berichteten, welche Haustiere sie haben und was ihre Lieblingstiere sind. Katja Lehmann hat nicht nur beruflich mit Tieren zu tun, sie hält selbst Hund, Katze und Pferde. „Ein Leben ohne Tiere kann ich mir gar nicht vorstellen“, betont sie. Anliegen ihrer Unterrichtsstunde sei aber nicht, die Kinder in ihren Haustier-Wünschen zu bestärken. „Sie sollen hier lernen, dass ein Tier auch Arbeit macht, seine Haltung Zeit und Geld kostet“, erläutert sie einen Aspekt des Projektes. Ihrer Auffassung nach seien Kinder grundsätzlich tierlieb und wollen bei der Haltung von Hund, Katze, Meerschwein und Co. alles richtig machen. Der Tierschutz-Unterricht soll ihnen quasi das ABC der artgerechten Tierhaltung vermitteln.

Als Tierärztin habe sie sich in Fortbildungen zu Pädagogik und Psychologie das nötige Rüstzeug geholt, um ihr Wissen den Kindern zu vermitteln. Dabei geht es vor allem spielerisch zu. Groß war die Begeisterung der Neusornziger Mädchen und Jungen, als Katja Lehmann ihre Haustiere zeigte. Einig waren sich die Schüler darin, dass bestimmt keine echten Tiere in der Tasche der Tierschutzlehrerein sein würden. „Das ist zu eng“ und „Da bekommen sie gar keine Luft“, erkannten die Kinder, warum hier keine echten Vierbeiner über die Wiese am Kloster laufen würden. Den Labrador Keks, die Katze Socke, das Meerschwein Krümel und das Kaninchen Kuschel wollte dennoch jeder in der Hand halten und streicheln – trotzdem oder gerade weil sie aus Plüsch waren. Mit diesen Haustieren in der Runde wurde spielerisch geklärt, welche Anforderungen die Haltung dieser Tierarten stellt. Später klärte Katja Lehmann anhand von Fotos mit den Kindern, welche Tier sich wohl fühlen, welche nicht, welche man streicheln könne und zu welchen man lieber Abstand hält.

„Kinder vom Land kennen sich mit diesem Thema in der Regel besser aus als jene in der Großstadt“, stellte Katja Lehmann fest. Während die Neusornziger Meerschwein und Kaninchen sofort erkannt haben, sei das in der Stadt nicht immer der Fall.

Das Projekt wurde vom Bund praktizierender Tierärzte und einem Tiernahrungshersteller 2011 ins Leben gerufen. Seither seien damit 35 000 Schüler erreicht worden.

Von Axel Kaminski

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