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Tod im Platsch-Bad vor Aufklärung

Tod im Platsch-Bad vor Aufklärung

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Leipzig zum Tod des Oschatzers Frank G. am 19. August 2011 im Erlebnisbad Platsch sind weitgehend abgeschlossen.

Oschatz/Leipzig. Von frank Hörügel

 

 

 

Der damals 29-Jährige war an diesem Sommertag von anderen Badegästen leblos aus einem Becken des Bades geborgen worden. Die Reanimation durch einen zur Hilfe gerufenen Notarzt blieb erfolglos. Daraufhin leitete die Staatsanwaltschaft Leipzig ein Verfahren zur Ermittlung der Todesursache ein (wir berichteten).

Diese Ermittlungen stehen knapp fünf Monate nach dem tragischen Ereignis kurz vor dem Abschluss. "Das durch die Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebene ergänzende rechtsmedizinische Gutachten liegt nunmehr vor", informierte der Leipziger Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz auf OAZ-Anfrage. Einzelheiten hierzu könne er derzeit im Hinblick auf die noch laufenden Ermittlungen und die noch vorzunehmende abschließende Prüfung jedoch nicht mitteilen. Schulz: "Es ist davon auszugehen, dass die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Kürze abgeschlossen werden."

Auf die OAZ-Anfrage, welche Sicherheitsmaßnahmen für die Gäste des Bades nach dem Todesfall im August des Vorjahres ergriffen wurden, reagiert Iris Kübler zurückhaltend. Als Geschäftsführerin der Oschatzer Freizeitstätten GmbH ist sie auch für das Erlebnisbad verantwortlich. "Bis das Verfahren nicht abgeschlossen ist, werde ich mich dazu nicht äußern", sagte sie gestern.

Falls die Staatsanwaltschaft Leipzig zu dem Schluss kommen sollte, dass Frank G. durch unterlassene Hilfeleistung zu Tode kam, könnte der Fall nicht nur eine strafrechtliche, sondern auch eine zivilrechtliche Dimension bekommen. "Ich habe das Platsch-Bad wegen unterlassener Hilfeleistung angezeigt", sagte gestern der Vater von Frank G. auf OAZ-Anfrage.

Eine Schadenersatzklage der Angehörigen wäre dann denkbar. So wie bei Alborz Zahraiy, der vor drei Jahren im Spaßbad "Waikiki" im thüringischen Zeulenroda leblos im Wasser entdeckt worden war. Seither liegt der damals Zwölfjährige im Wachkoma. Nach einer außergerichtlichen Einigung mit der Versicherung des Bades erhält seine Familie jetzt eine Million Euro Schadenersatz (OAZ vom 4. Januar).

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