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Oschatz Tödlicher Motocross-Unfall: Kripo und Rechtsmedizin ermitteln
Region Oschatz Tödlicher Motocross-Unfall: Kripo und Rechtsmedizin ermitteln
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19:37 06.05.2016
Ein Rettungshubschrauber landete am Donnerstag nach dem schweren Verkehrsunfall auf dem Motocrossgelände in Kemmlitz. Der schwer verletzte 50-Jährige Crossfahrer verstarb noch an der Unfallstelle.  Quelle: Sven Bartsch
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Kemmlitz

 Die Ermittlungen der Kriminalpolizei zu dem tragischen Unfall auf der Motocross-Strecke des Motorsportclubs „Weiße Erde“ in Kemmlitz dauern an. Am Donnerstag gegen 12.30 Uhr war dort ein 50-jähriger Crossfahrer aus dem Erzgebirgskreis ums Leben gekommen. Als der Gashebel seiner Maschine – Fabrikat Yamaha – versagte, fuhr das Motorrad mit Vollgas weiter, schoss über eine Böschungsbegrenzung und schleuderte den Fahrer nach Polizeiangaben rund 25 bis 30 Meter durch die Luft. Trotz intensiver Bemühungen der Rettungskräfte, das Leben des Schwerverletzten zu retten, starb der Mann noch an der Unfallstelle.

„Das Motorrad wurde sichergestellt. Die Kriminalpolizei nimmt jetzt die erforderlichen Untersuchungen vor, ob es sich um einen technischen Defekt an der Maschine oder um gesundheitliche Probleme des Fahrers handelte“, teilte am Freitag Uwe Voigt, Pressesprecher der Polizeidirektion Leipzig dazu mit. Außerdem sei die Rechtsmedizin eingeschaltet worden. Der Motorsportclub hat laut Voigt Kontakt mit den Hinterbliebenen aufgenommen.

In der gestrigen Veröffentlichung zum Unfallgeschehen hieß es, dass der Fahrer noch über sein Headset das Problem an die Strecke gefunkt haben soll, er aber nicht mehr reagieren konnte. Dabei handelte es sich allerdings um eine Fehlinformation, wie mitgeteilt wird, denn die Fahrer seien nicht mit solcher Technik unterwegs.

Auch im Internet unter www.lvz.de sowie in sozialen Netzwerken wie beispielsweise Facebook wird über das tragische Unglück in Kemmlitz diskutiert. „Sind die Bremsen gleichzeitig defekt oder wie geht das?“ fragte zum Beispiel ein Onlineleser. „Und einfach die Kupplung ziehen, um den Antriebsstrang zu trennen“, so eine weitere Bemerkung.

Dass es sich bei diesem Rennsport um außergewöhnliche Situationen handelt, darauf verweisen Motorsportexperten. Schließlich würden die Fahrer „am Limit“ unterwegs sein und Risiken in Kauf nehmen.

Völlig unklar ist derzeit auch noch, ob das Motorrad in technisch einwandfreiem Zustand war oder möglicherweise bereits der Bowdenzug angerissen gewesen sein könnte. Aufschluss darüber sollen jetzt die Ermittlungen der Kriminalpolizei bringen.

Nach dem Unfall wurde die Veranstaltung am Donnerstagnachmittag abgebrochen. Eine Streckensperrung ist auf Nachfrage bei der Polizei allerdings nicht erfolgt. Der MSC „Weiße Erde“ wollte sich zu dem Unglück am Freitag gegenüber der Oschatzer Allgemeine nicht äußern und verwies auf das laufende Verfahren und die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei.

Von Heinz Großnick

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