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Oschatz Traktorgespann bei Mügeln ausgebrannt – 130.000 Euro Schaden
Region Oschatz Traktorgespann bei Mügeln ausgebrannt – 130.000 Euro Schaden
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17:24 15.03.2017
Da war nichts mehr zu retten. Der Traktor und der Düngerstreuer brannten völlig aus. Die Feuerwehrleute setzten Schaum zum Löschen ein.   Quelle: Sven Bartsch
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Mügeln

 Lichterloh stand am Dienstagabend ein Traktor samt angehängtem Düngerstreuer auf der Ortsumgehungsstraße Mügeln/Schweta in Flammen, als die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Mügeln und Schweta eintrafen. Der Fahrer, der mit seinem Gefährt in Richtung Naundorf unterwegs war, bemerkte kurz vor dem Ortseingang Naundorf plötzlich die Flammen, die aus dem Motorraum seines Traktors schlugen. Geistesgegenwärtig brachte er das Fahrzeug am Straßenrand zum Stehen und wählte mit seinem Handy den Notruf. Personen kamen bei dem Unglück nicht zu Schaden.

„Wir wurden um 19.10 Uhr von der Rettungsleitstelle Leipzig alarmiert. 20 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Mügeln mit drei Fahrzeugen sowie zwölf Kameraden aus Schweta mit zwei Fahrzeugen rückten sofort zum Ort des Geschehens aus“, informierte am Mittwoch Mügelns Wehrleiter Norman Wolf, der den Einsatz leitete.

Nach dem Eintreffen der Brandbekämpfer legten die Kameraden einen Schaumteppich und löschten das brennende Gefährt. Das sorgte nicht nur für starke Hitze, sondern erzeugte auch eine dicke Qualmwolke. Deshalb musste die Brandbekämpfung unter Atemschutz erfolgen. Der Traktor und der Düngerstreuer, der zum Glück kein Material geladen hatte, brannten völlig aus.

„Wir hatten drei Wasser führende Fahrzeuge im Einsatz, die im Pendelverkehr abwechselnd von einem Hydranten in Schweta Wasser holten“, so Wolf, der in diesem Zusammenhang die reibungslose Zusammenarbeit der beiden Wehren lobte. Alles klappte wie am Schnürchen. Gegen 22 Uhr beendeten die Mügelner Kameraden schließlich ihren Einsatz und rückten in ihr Feuerwehrdepot ab, um die Bereitschaft von Technik und Material wiederherzustellen. Die Schwetaer Feuerwehrleute blieben unterdessen bis gegen 23 Uhr am Brandort und warteten, bis das Abschleppfahrzeug eintraf, das die ausgebrannten Fahrzeuge von der Straße entfernte.

„Wir gehen derzeit von einem technischen Defekt im Motorraum des Traktors aus“, sagte am Mittwoch Maria Braunsdorf, Sprecherin der Polizeidirektion Leipzig auf Anfrage dieser Zeitung. Den entstandenen Schaden am Traktor und Düngerstreuer bezifferte sie auf insgesamt 120.000 Euro. Durch die große Hitze wurde auch die Straße in Mitleidenschaft gezogen, wobei von den Beamten ein Schaden von etwa 10.000 Euro angegeben wurde. Das Fahrzeug eines Glaubitzer Unternehmens mit Meißener Kennzeichen war noch in der Nacht abgeschleppt worden. Bis dahin bestand eine Vollsperrung auf der Straße. Erst gegen 1.15 Uhr gab es wieder freie Fahrt für den Fahrzeugverkehr.

An der Unfallstelle sind noch deutliche Spuren des nächtlichen Einsatzes zu sehen. Die Straßenmeisterei ließ dort Warnbaken aufstellen. Der Verkehr wird einspurig vorbeigeleitet, wobei die Kraftfahrer die Geschwindigkeit beidseitig auf 50 Kilometer pro Stunde zu begrenzen haben.

Von Heinz Großnick

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