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Oschatz Traurige Nachricht in Mügeln: Älteste sächsische Schmalspurlok muss aufs Abstellgleis
Region Oschatz Traurige Nachricht in Mügeln: Älteste sächsische Schmalspurlok muss aufs Abstellgleis
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00:21 14.09.2017
Traurige Botschaft: Der Nachbau der ältesten sächsischen Schmalspurlok stellt zum 24. September seinen Betrieb ein. Quelle: Foto: Bärbel Schumann
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Mügeln

Countrymusik ertönt an diesem Vormittag nahe dem Lokschuppen auf dem Mügelner Bahnhof. Es wird getanzt und gelacht, auch wenn noch wenig Betrieb zu herrschen scheint, das Festwochenende hat längst mit seinem abwechslungsreichen Programm begonnen. Hunderte Besucher reisten zum „Wilden Robert“ an, um historische Loks, den neuen Aussichtswagen oder auch den Streckenabschnitt nach Kemmlitz erstmals zu erleben. Einheimische kamen ebenso, um das Rahmenprogramm – dabei auch eine historische Zeitreise – zu genießen.

Doch wie im wahren Leben liegen Freud und Leid auch beim Bahnhofsfest der Döllnitzbahn mit den ehrwürdigen Lokomotiven des Wilden Robert, den historisch nachgebauten Wagen und der fast musealen Lok IK dicht beieinander.

Am 24. September ist vorerst Schluss

Als am Sonnabend und Sonntag zig Fotoapparate und Kameras in Betrieb sind, wissen nur Wenige, dass die Stunden der IK Nummer 54 auf den Gleisen gezählt sind. Am 24. September stellt der originalgetreue Nachbau der Lok seinen Betrieb vorerst ein. Die Lok muss nach acht Jahren zum TÜV. Der erste Wermutstropfen. Ein bitterer vorerst noch dazu, denn für die Überprüfung und Instandsetzung gab es vorerst keine Unterstützung durch Fördergremien. Andreas Winkler, Vorsitzender der Stiftung Sächsische Schmalspurbahnen, und der Geschäftsführer der Döllnitzbahn Ingo Neidhardt waren am Freitagabend zum Treffen von Förderern, Unterstützern, Mitarbeitern und Persönlichkeiten von Landtag, kreislichen Behörden bis hin zu Entscheidungsträgern in der Wirtschaft und in Ministerien enttäuscht, dass für die IK nach dem 24. September der Fahrplan außer Kraft treten wird. Die Lok wird außer Betrieb genommen. Die beiden Schmalspur-Aktivisten baten vor allem die anwesenden Entscheidungsträger um Unterstützung. Ein Umstand, der hoffentlich auf fruchtbaren Boden fällt, denn in den Nachbau der Lok flossen neben viel Herzblut auch schon Fördergelder. Sollen deren Wirkung nur begrenzt bleiben?

Doch es gibt auch Positives. Und so freuten sich Mügelns Bürgermeister Johannes Ecke mit Mitarbeitern, Ehrenamtlichen und Förderern über von Landratsamtdezernentin Angelika Stoye mitgebrachte Fördermittelbescheide für den Ausbau des Bahnhofsgebäudes zum Geoparkportal, womit die für 2019 avisierte Fertigstellung näher rückt.

Gleich vier Bescheide, insgesamt mehr als 337 000 Euro, übergab Stoye in Mügeln. Geld gibt es beispielweise für die Instandsetzung und den Ausbau von Werkstatt und Lokschuppen auf dem Mügelner Bahnhofsgelände. Unterstützung gibt es aber ebenso für die fällige Hauptuntersuchung von Personenwagen im Nahverkehr bei der Döllnitzbahn oder zum Aufbau eines historischen Zugwagens.

Gut investiertes Geld

Geld, das wie sich am Festwochenende zeigte, gut investiert werden wird. Denn wieder war zu erleben, wie bei Blasmusik, Zugfahrten, Tanzdarbietungen und mehr die Themenfahrten und Feste bei der Döllnitzbahn zu einem Tourismusmagneten geworden sind und auch auf regionale wirtschaftliche Kreisläufe nicht ohne Wirkung bleiben.

Von Bärbel Schumann

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