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Oschatz Treptitzer siegen beim Feuerwehrausscheid der Gemeinde Cavertitz
Region Oschatz Treptitzer siegen beim Feuerwehrausscheid der Gemeinde Cavertitz
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06:00 05.09.2016
Die Gastgeber von der Freiwilligen Feuerwehr Zeuckritz beim Löschangriff. Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Zeuckritz

Die Wiese an der Bockwindmühle war am Sonntag der Austragungsort des Feuerwehrausscheides der Gemeinde Cavertitz. Die Cavertitzer Kameraden legten beim Löschangriff vor. Eine Saugleitung musste von einem Bassin zur Pumpe montiert und diese in Betrieb genommen werden, während der Rest der Gruppe Schlauchleitung samt Verteiler und von diesem drei C-Strahlrohre zum Angriff auf die Ziele aufbaute. Die Stoppuhren wurden angehalten, wenn die Ziele bekämpft waren.

Wegen des starken Windes war die Distanz zwischen den Standorten des Löschtrupps und ihren Zielen von zwölf auf acht Meter verkürzt worden. Die Cavertitzer Starter setzten mit einer Zeit von unter einer Minute eine Orientierungsmarke. Die nach den Cavertitzern gestarteten Treptitzer Kameraden unterboten diese Vorlage um über fünf Sekunden. Der Mittelwert der Zeiten, die die drei Gruppen benötigten, lag bei 54,08 Sekunden.

Während Bucha und Zeuckritz danach mehr als eine Minute für ihren Angriff brauchten, legte die Olganitzer Wehr im Anschluss einen schnellen Lauf hin. Dass ihr Mittelwert 63 Hundertstelsekunden über dem der Treptitzer lag, wird wohl noch oft diskutiert werden. „Aus technischer Sicht haben die Olganitzer den Sieg verdient. Sie hatten die beste Taktik“, sagte Tilo Sahlbach von der Treptitzer Wehr. Klingenhain/Schirmenitz/Außig konnte den beiden Spitzenreitern nicht mehr gefährlich werden. Für die zuletzt gestarteten Sörnewitzer Kameraden, die zügig aufbauten, stand am Ende keine Zeit im Protokoll. Ihnen fehlte ein Teil, das am Verteiler hätte angebaut werden müssen.

Deutlich länger als bei den Löschangriffen waren die Kameradinnen und Kameraden beim Spaßwettbewerb im Einsatz. Mit einer Eimerkette war Wasser aus einem Bassin in eine Regenwassertonne zu befördern. Allerdings gab es nur einen Eimer. Dieser war aus Segeltuch und die Distanz zur Tonne so groß, dass die Kameraden jeweils eine kurze Strecke zum nächsten Mitglied der Mannschaft rennen mussten. Die Aufgabe war erfüllt, wenn die mit 95 Kilogramm beschwerte Kartoffelwaage, auf der die Tonne stand, ins Gleichgewicht gekommen war.

Wer sich nach den mehr als fünf Minuten, die die Cavertitzer Wehr für diese Aufgabe benötigte, auf ein spätes Mittagessen einrichtete, konnte jedoch schließlich aufatmen. So viel Zeit benötigte keine andere Mannschaft mehr. Der Spaßwettbewerb ging wie der Löschangriff aus: Treptitz knapp vor Olganitz.

Vom Titel des „Ewigen Zweiten“ wollte der Olganitzer Wehrleiter Martin Sternberger nichts wissen. „Wir sind über die Jahre beständig gut und der Eichpunkt für die anderen Wehren“, sagte er. Der zweite Platz sei kein Grund zum Ärgern. Er freue sich vielmehr, dass ein Ort mit knapp 100 Einwohnern 16 Aktive aufbieten kann

Bevor der Wettkampfort stärker als durch C-Rohre befeuchtet wurde, überreichte Bürgermeisterin Christiane Gürth (parteilos) den vom Vorjahressieger in letzter Minuten gravierten Pokal an die Titelverteidiger. Die rote Laterne – im vorigen Jahr in Besitz der inzwischen nicht mehr aktiven Lampertswalder Wehr gekommen – wandert nun für ein Jahr nach Sörnewitz.

Ergebnisse: 1. Treptitz: 54,08 Sekunden, 2. Olganitz: 54,71 Sek., 3. Cavertitz 59,33 Sek., 4. Zeuckritz 1:01,42 Sek., 5. Bucha 1:23,29 Sek., 6. Klingenhain/Schirmenitz/ Außig 1:55,99 Sek., 7. Sörnewitz: ohne Wertung

Von Axel Kaminski

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