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16:42 27.08.2014

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Ab dem 3. September wird es den Dritten Band, der den Titel "Oschatz im Krieg" (1939 bis 1945) trägt, im Handel geben. Das noch druckfrische Buch hat übrigens diesmal zwei Autoren. Gabriele Teumer steuerte dem Band einen umfangreichen Abschnitt über die Kriegsgefangenenlager in Oschatz bei. "Gabriele hat auf dem Gebiet sehr intensiv geforscht, da lag es nahe, dass sie ein entsprechendes Kapitel beiträgt", so der Autor.

Seit 2005 forscht Wolfgang Michael über die Geschichte der Stadt Oschatz unter den Nationalsozialisten. In den zurückliegenden Jahren hat er in vielen Archiven geforscht, Tausende Dokumente gesichtet und eine eigene umfangreiche Datensammlung zusammengetragen "Hintergrund für meine Nachforschung war immer die Fragen: Wie konnte eine so bürgerliche Stadt wie Oschatz sich so vom Nationalsozialismus vereinnahmen lassen?", bekennt Michael. Eine eindeutige Antwort hat er nicht gefunden. "Es waren wohl eine ganze Reihe von verschiedenen Faktoren die dazu beigetragen haben, dass sich die Geschichte so ereignet hat", so der Geschichtsforscher. Die nationalsozialistischen Ideen seien von NSDAP-Leuten aus Leipzig nach Oschatz gebracht und hier gierig aufgesogen worden. Lokale Entscheidungsträger hätten sich schnell den neuen Ideen zugewandt und die Militarisierung des Systems hätte sehr viel Geld und Wohlstand nach Oschatz gespült.

Gerade im dritten Band geht es Wolfgang Michael um die Kriegsjahre in Oschatz. "Im Rahmen meiner Recherchen war ich überrascht, wie stark das Militär in Oschatz präsent war. Aus der Zeit von 1939 bis 1945 gibt es fast keine Fotos ohne Bezüge zum Militär". Sehr hilfreich war bei den Nachforschungen das Staatsarchiv Leipzig. Hier werden die Berichte des SS-Sicherheitsdienstes zur Situation in Oschatz verwahrt. "Hier bekommt man einen erstaunlich ungeschminkten Einblick in den Alltag", so Michael. Ganz anders bei einem Material, welches Michael zur Auswertung erhielt - der "Oschatzer Heimatbrief war eine Propagandazeitung der hiesigen NSDAP um die Soldaten an der Front zu beruhigen. Mit dem jetzigen Band wird Wolfgang Michael seine Forschungen beenden. "Mich würden dann eher noch Themen interessieren, die etwas weiter in der Geschichte zurückliegen", so Michael. © Kommentar

Das Buch "Oschatz im Krieg 1939 bis 1945" von Wolfgang Michael und Gabriele Teumer wird am 3. September, 19 Uhr im Oschatzer Thomas-Müntzer-Haus Geschichtsinteressierten vorgestellt.

Rösner, Hagen

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