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Oschatz Trinkwasser ab 2014 wahrscheinlich teurer
Region Oschatz Trinkwasser ab 2014 wahrscheinlich teurer
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15:56 27.09.2013
Für Leitungswasser müssen die Einwohner der Region Oschatz ab nächstem Jahr wahrscheinlich ein paar Münzen und Scheine mehr fließen lassen. Quelle: Sven Bartsch

Das heißt, der Mengenpreis von 1,51 Euro pro Kubikmeter (brutto) gilt schon seit fast 20 Jahren. Beim Grundpreis gab es vom vorherigen zum jetzigen Kalkulationszeitraum eine moderate Erhöhung auf 13,48 Euro pro Wohneinheit und Monat. Eigentlich sollten diese Preise ab 2009 vier Jahre lang gelten. Aufgrund stabiler finanzieller Verhältnisse entschied der Verbandsrat, der sich aus den Bürgermeistern der Mitgliedskommunen zusammensetzt, den Zeitraum auf die maximal möglichen fünf Jahre, also um das Jahr 2013, zu verlängern.

Wie die Trinkwasserpreise ab 2014 sein werden, steht noch nicht fest. "Endgültig entscheidet der Verbandsrat darüber in seiner letzten Sitzung dieses Jahres. Diese wird im Dezember sein", erklärte Hans-Jürgen Gemkow, Geschäftsführer der Döbeln-Oschatzer Wasserwirtschaft (DOWW). Dann werde auch die Dauer des neuen Kalkulationszeitraumes festgelegt. Laut Gemkow wird es voraussichtlich einen leichten Preisanstieg geben. Genaueres müsse die zu erstellende Preiskalkulation zeigen. Immerhin: Preisstützend wirken Rückstellungen des Wasserverbandes von aktuell rund 1,5 Millionen Euro. Die Summe konnte in dieser Höhe unter anderem deshalb gebildet werden, weil die Kosten für aufgenommene Darlehen niedriger ausgefallen sind als geplant. "Dieser Betrag muss laut Gesetz in der nächsten Gebührenperiode Entgelt mindernd eingesetzt werden", erläutert der Leipziger Wirtschaftsprüfer Dr. Thomas Schmechel, der den Jahresabschluss 2012 des Wasserverbandes unter die Lupe genommen hat. Trotz eines stetigen Einwohnerrückganges konnte der Wasserverband Döbeln-Oschatz dank positiver Entwicklung bei den Industrie- und Gewerbekunden im Vorjahr 82 000 Kubikmeter Trinkwasser mehr verkaufen als 2011. Durch eine immer weitere Verbesserung des Versorgungsnetzes sank der Anteil des Trinkwasserverlustes auf den niedrigsten Wert seit Bestehen des Verbandes - auf 9,4 Prozent. Andererseits wies Hans-Jürgen Gemkow in der jüngsten Verbandsversammlung darauf hin, dass das gerade beschlossene und für den Zeitraum bis 2030 geltende Wasserversorgungskonzept Einfluss auf die neue Trinkwasserpreis-Kalkulation haben wird. Andere Preisentwicklungen, die auf die Wasserbereitstellung unmittelbare Auswirkungen haben, könnten ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden. Bei der Vorstellung des Konzeptes nannte Wolfram Scholl vom Versorgungsunternehmen Oewa ein Beispiel: "Allein im Energiebereich hatten wir in den zurückliegenden zehn Jahren einen Preisanstieg von 78 Prozent." Olaf Büchel

Olaf Büchel

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