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Oschatz Trödelmarkt bessert Taschengeld auf
Region Oschatz Trödelmarkt bessert Taschengeld auf
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17:08 07.09.2014
Oschatz

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Von Bärbel Schumann

Es herrschte ein stetes Kommen und Gehen von Menschen, die auf der Suche nach einem Schnäppchen oder ausgefallenen Dingen waren. Entsprechend rar waren auch die Parkplätze.

"Wir kommen aus Wurzen und besuchen den Oschatzer Trödelmarkt zum ersten Mal", erzählte Friedel Ganz durch die ausgebauten Trödelstandreihen an der Promenade schlendernd. Ihr Mann, ein Hobby-Bastler wurde bereits fündig. Stolz zeigte er einen kleinen Motor. "Den brauche ich, um eine alte Küchenmaschine wieder in Gang zu bekommen", so der Senior. Wer neugierig unterwegs war, erfuhr beim Stöbern in den Auslagen manche Geschichte zu den angebotenen Dingen. Eine Frau aus Mügeln präsentierte Vorratsdosen aus Porzellan mit in Schnörkelschrift aufzeigenden Buchstaben, für welche Lebensmittel diese bestimmt waren. "Die stammen noch von Mutter", erzählte sie stolz. Gleich daneben standen zwei Suppenteller mit Weinlaubranke, kein "Meißner". "Bei meinem Vater gab es davon immer Eintopf zu essen", schwelgte die Frau in Erinnerungen.

Wer weiter in Richtung Klosterkirche unterwegs war, der schloss mit den Trödelangeboten des noch jungen Oschatzer Vereins "KlosterArt" Bekanntschaft. "Wir sind mit einem eigenen Stand vertreten. Durch Mitglieder, Freunde und die Kirchgemeinde kamen viele gespendete Dinge zusammen, die hier erworben werden können. Außerdem bieten wir Kaffee und Kuchen an", erzählte Beate Oehmichen. Im Sommer erst gegründet, versuche der Verein durch Aktionen wie die Teilnahme am Trödelmarkt, Gelder für die Sanierung der Klosterkirche zu erwirtschaften. Vor allem an den Bücherkisten kam mancher Besucher nicht vorbei, stöberte und fand meist mehr als ein Buch.

Auf der Promenade hatten viele Kinder Trödelstände, boten nicht mehr benötigtes Spielzeug und vor allem Kleidung an. Zu ihnen gehörten die Geschwister Alicia und Adelina, die ihr Taschengeld mit selbst angefertigten Armbändern, Schlüsselanhängern und Häkelarbeiten aufbesserten. "Wir sind das erste Mal dabei und froh, dass wir die Standgebühren schon wieder eingenommen haben", erklärte die 16-jährige Adelina gegen Mittag. Beim Schlendern durch die Straßen entdeckten die Besucher auch manche Senioren, die sich mit selbst gestalteten Karten oder Türschildern zusätzliche Einnahmen verschafften. "Aber heute ist nicht so viel los, wie im Frühjahr", schätzte eine ältere Frau aus Oschatz ein.

Bärbel Schumann

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