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Oschatz Trotz Trockenheit: Bei Bauern noch alles im grünen Bereich
Region Oschatz Trotz Trockenheit: Bei Bauern noch alles im grünen Bereich
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00:32 23.05.2015
Der Regenmesser ist leer. Vivien Jenke, Mitarbeiterin bei Obi in Oschatz, zeigt auf dem Messbecher die Regenmenge, die es in diesem Monat gab. Das ist viel zu wenig für diese Jahreszeit. Quelle: Dirk Hunger
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Oschatz

Von Hagen Rösner

Er bewirtschaftet rund um die Gartenstadt am Collm 80 Hektar Feld. Doch von einem feuchten Mai kann momentan keine Rede sein. Vielmehr gibt es derzeit den trockensten Mai der letzten Jahren. Für die vergangenen 20 Tage liegen die Regenmengen zwischen sechs und zehn Litern pro Quadratmeter. Das ist etwa nur ein Zehntel des eigentlichen Monatsdurchschnitts, der in Oschatz bei 57 Liter bei Quadratmeter liegt.

Trotzdem ist Bauer Heinze - wie wahrscheinlich auch viele seiner Kollegen aus der Collm-Region - nicht unzufrieden. "Es ist trocken, das ist gar keine Frage. Aber trotzdem stehen meine Kulturen relativ gut. Ich kann mich als Landwirt nicht beschweren. Habe aber auch die Hoffnung, dass es in den nächsten Tagen noch einmal einen Guss gibt, damit das Regendefizit ausgeglichen wird", sagt Axel Heinze. Er hat vor allem Dinkel, Futter, Gelbweizen, Hafer und Gemüseerbsen für Bio-Tiefkühlkost angebaut.

Dafür, dass trotz der geringen Regenmenge auf den Feldern alles noch im grünen Bereich ist, hat Heinze eine plausible Erklärung. "Es werden tagsüber noch keine Spitzentemperaturen erreicht. Und abends und nachts wird es noch recht kühl, da bildet sich in den Morgenstunden Feuchtigkeit auf den Pflanzen. Die Verdunstungsraten sind also noch nicht so hoch wie in den Sommermonaten, wenn nach drei Wochen Regenlosigkeit alles nur noch staubt."

Agrarmeteorologe Falk Böttcher vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig kann die geringen Regenwerte für den Monat Mai bestätigen. Er hat auch den Blick in die Wetterküche für die kommenden Tage. "Wir steuern über die Feiertage zu einer Wetterlage, die Schauer bringt. Aber nicht überall. Wenn aber Regen runter kommt, dann dürfen sich die Betroffenen auch mal über zehn Liter pro Quadratmeter freuen. Es wird jedoch keine großflächige Überregung geben", so Böttcher. Nach Pfingsten bleibt das Wetter weiter unbeständig bei Temperaturen um die 17 bis 21 Grad. Falk Böttcher erklärt die momentane Situation auf den Feldern. "Es gibt noch keine großen Verdunstungsraten. Deshalb ist es in den unteren Bodenschichten noch nicht so trocken. Pflanzen, die also schon Wurzeltiefen bis 25 Zentimeter erreichen, finden noch genügend Wasser. Kritisch wird es dagegen bei Pflanzen, die im Sommer eingesät werden wie Zuckerrübe und Mais. Die können Probleme bekommen", so Böttcher.

Rösner, Hagen

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