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Oschatz Turnhallenneubau in Schweta soll zum Schuljahresbeginn fertig sein
Region Oschatz Turnhallenneubau in Schweta soll zum Schuljahresbeginn fertig sein
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15:04 27.06.2017
Sven Bußler und sein Mitarbeiter Christian Wizner (v.l) montieren die Unterkonstruktion der Prallwand. Quelle: Heinz Großnick
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Schweta

„Die Marschroute ist ganz klar. Zur Einschulungsfeier am 5. August soll unsere neue Turnhalle fertig sein“, gibt sich Stefanie Schwaiger, Vorsitzende des Evangelischen Schulvereins Apfelbaum, optimistisch und spricht von einem straffen Zeitplan. Doch bisher laufe alles optimal. Im Februar übernahm die Firma ADW Ingenieurtiefbau GmbH aus Gaunitz den Abriss der alten Schäferei. Mittlerweile steht der Rohbau, der eine etwa 15-mal 21 Meter große Halle beherbergt, außerdem Sozialtrakt mit Umkleidekabinen und Duschen jeweils für Schüler und Pädagogen getrennt, Hauswirtschaftsraum und Gästetoiletten. Je Waschraum gebe es drei Becken, davon eins jeweils etwas niedriger gesetzt. „Der Kindergarten wird ja unsere Halle mit benutzen“, begründet die Vereinschefin die Extravariante. „Die Firmen arbeiten klasse mit. Es klappt hervorragend. Wir haben darauf geachtet, die Aufträge ausschließlich an Handwerker der Region zu vergeben, die wir und das Planungsbüro kennen“, resümiert sie zum reibungslosen Bauablauf. Schließlich musste der Verein keine öffentliche Ausschreibung vornehmen, da das Vorhaben ohne den Einsatz von Fördermitteln realisiert wird. Eine Ausnahme gibt es aber trotzdem. Das betrifft den Einsatz einer Spezialfirma. Das Unternehmen Sportbau Mokry aus Wusterhausen bietet die Bauausführung für Sporthallen bezüglich von Prallwänden und Sportböden an und übernimmt auf Wunsch und Bedarf auch Wand- und Deckengestaltungen. In Schweta sind die Mitarbeiter derzeit dabei, die Prallwände zu montieren und auch für den Fußboden erhielt das Unternehmen den Zuschlag.

Die Gesamtkosten des Turnhallenbaus liegen wie geplant bei 880 000 Euro, finanziert durch Eigenmittel und Kredit. „Das funktioniert nur, weil wir beim Schulbau vor fünf Jahren die Kosten eingehalten haben und Reserven übrig sind. Außerdem kommt uns die Niedrigzinsphase zugute und ist alles sauber durchkalkuliert“, so Schwaiger weiter. Bei der Ausstattung habe man auf Luxus verzichtet und sich stattdessen am tatsächlichen Bedarf orientiert. So gebe es beispielsweise nur einen Basketballkorb und keine Handballtore. „Wenn wir die benötigen, werden Weichbodenmatten aufgestellt. Das ist praktikabler und deutlich preiswerter.“ Außerdem soll es eine Sprossenwand und eine Außensprunganlage geben. Mit dem Neubau der Sporthalle soll auch der gefährliche Schulweg an der Staatsstraße 31 der Vergangenheit angehören. Der Verein plant, einen Weg direkt vom Schulhof zur Bahnhaltestelle anlegen zu lassen, so dass die Kinder in Zukunft nicht mehr die Straße überqueren müssen. Einschränkungen beim Bau der Halle gebe es dennoch, denn sie erfülle nicht die DIN-Norm. Das sei laut Schwaiger aber auch nicht notwendig, da die Schule nur als einzügige Grundschule geführt werde und diese Vorschrift nicht zur Anwendung kommen müsse. Ist das Bauvorhaben abgeschlossen, soll das Freigelände an der Vorderfront noch gestaltet werden. „Ganz zum Schluss werden wir einen Baum pflanzen, natürlich einen Apfelbaum“, schmunzelt die Vereinschefin.

Von Heinz Großnick

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