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Oschatz Über 120 Trödelstände in der Oschatzer Innenstadt
Region Oschatz Über 120 Trödelstände in der Oschatzer Innenstadt
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00:19 07.09.2017
Gesucht und Gefunden: Genau so einen Blumenständer hat Holger Schmidt aus Leipzig in Oschatz gekauft Quelle: Foto: Axel Kaminski
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Oschatz

Zufriedene Gesichter, wohin man schaut. Plötzlich haben Kinder das lang ersehnte Spielzeug in der Hand, weil es gebraucht erschwinglich ist oder die Eltern in guter Kauflaune sind. Händler sind zufrieden, weil sie ohne Umsatzzahl, die sie unbedingt erreichen wollten, nach Oschatz gekommen waren. Oder weil sie ihr Ziel doch erreicht haben. Museumsleiterin Dana Bach ist mit dem Wetter zufrieden, das trotz anderer Prognosen zu Wochenbeginn durchgehalten hat. Und damit, dass die Händler und Passanten mit dem Markt zufrieden sind.

„Ab 6 Uhr darf aufgebaut werden. Der erste Trödler war schon über eine Stunde früher da, um sich seinen Wunschplatz zu markieren“, erzählt Dana Bach. Von den 120 Händlern, die sich angemeldet hatten, seien fast alle gekommen – außer jenen, die wegen des vorhergesagten Regens abgesagt hatten. Dafür hätten sich spontan ein paar andere Händler eingefunden. „Mehr als drei Viertel der Trödler sind ’Wiederholungstäter“, schätzt die Museumsleiterin ein. Von den Neulingen habe sie oft gehört, dass sie wiederkommen wollen.

Fundstücke auf dem Oschatzer Trödelmarkt. Quelle: Axel Kaminski

Einer der kürzesten Wege auf den Trödelmarkt dürfte jener von Matthias Eberlein gewesen sein. Er hatte gemeinsam mit seinem Bruder Michael aus Berlin einen Stand in der Altoschatzer Straße aufgebaut und hätte in Hausschuhen kommen können. „Michael ist ein Messi“, meinte Matthias scherzhaft über seinen Bruder. Der sieht sich aber lieber als Bewahrer. Aber für alles reiche der Platz eben nicht, so dass, wer wollte, am Sonnabend bei den Brüdern alte Fotoapparate von der Penti bis zur Beirette oder auch einen alten Mopedhelm kaufen konnte.

Seit 6.30 Uhr war Regine Herrmann aus Mahlis auf dem Markt. Tatsächlich hatte sie ihre Ware auf einmal in ihrem Auto wegbekommen. Die Künstlerin, die zurzeit in Bautzen Handpuppen ausstellt, orientiert sich gerade vom Weben auf die Arbeit an Skulpturen um. Garne, Wolle und sogar einen Webrahmen hatte sie im Angebot. Das Material habe sie sehr schnell verkaufen können.

Der Oschatzer Trödelmarkt lädt zum Stöbern ein. Quelle: Axel Kaminski

Aus Langenreichenbach war Holger Kuntzsch zum Trödelmarkt gekommen. Das würde ihm und seiner Frau auch ohne Kauf Spaß machen – betonten beide. Es sei schön, bei den vielen alten Dingen, die es zu sehen gibt, in Erinnerungen zu schwelgen. Da waren sie aber schon nicht mehr mit leeren Händen unterwegs – einen Entfernungsmesser sowie eine Winterjacke für fünf Euro hatten sie bereits im Beutel.

Ein Spielzeugschiff hatte Julius Wolf aus Mügeln von seinem Taschengeld gekauft. Getragen hat es Papa Normen, der dazu praktischerweise eine Transportbox erstanden hatte.

Kein eigenes Taschengeld musste Michelle Reimann ausgeben – zumindest für den Volleyball, den sie ihrem Freund schenken will. Diese Rechnung hatte ihre Oma übernommen, mit der sie über den Trödelmarkt schlenderte.

Doppelt zufrieden war Mike Wächtler. Das Geschäft mit den Marktbesuchern sei ganz gut gelaufen. Außerdem habe seine Frau genau die Lampe gefunden, die man für die Dekoration zur Modenacht noch gesucht hatte.

Von Axel Kaminski

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