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Über 500 Fahrzeuge beim Oldtimer-Treffen in Schmannewitz

Oldtimer Über 500 Fahrzeuge beim Oldtimer-Treffen in Schmannewitz

Zurück in die Vergangenheit: Beim Fahrzeugtreffen in Schmannewitz präsentierten die Veranstalter über 500 Fahrzeug von Trabant über Wartburg bis hin zu Robur. Viele liebevoll gepflegte und detailgenau ausgestattete Autos konnten die Besucher besichtigen.

Fahrzeuge so weit das Auge reicht beim Schmannewitzer Fahrzeugtreffen.
 

Quelle: Dirk Hunger

Schmannewitz.  Kanu, Ringen, Handball oder Marathon? Tausende Oldtimer-Fans entschieden sich dagegen, live am Fernseher dabei zu sein, als diese Medaillen in Rio de Janeiro vergeben wurden. Für sie standen an diesem Wochenende B 1000, Robur und Awo auf der Prioritätenliste ganz oben. Diese und rund 500 weitere Sahnestücke des Fahrzeugbaus zwischen 1946 und 1990 konnten die Besucher aus nächster Nähe in Augenschein nehmen.

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Über 500 Fahrzeuge begeisterten die Besucher beim Oldtimer-Treffen in Schmannewitz. Im Mittelpunkt standen Trabant & Co aus DDR-Produktion.

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Neben den Großeltern, die den Enkeln zeigten, womit sie in ihrer Jugend unterwegs waren, tummelten sich viele Sammler und Bastler auf dem Platz. Michael Hartlieb aus Dresden fotografierte emsig die ausgestellten Nutzfahrzeuge aus dem Hause Barkas. „Ich habe selber einen B 1000, einen so genannten SMH3 (Schnelle Medizinische Hilfe) auf dem Hof stehen“, erzählt der 54-Jährige. So gut wie die hier gezeigten Fahrzeuge sehe aber das 2012 in Nordrhein-Westfalen gefundene Stück noch nicht aus. Der Rahmen sei zwar schon geschweißt, der Motor überholt und die Sitze gepolstert, aber bis er und seine beiden Brüder mal zu so einem Treffen rollen können, werde es noch eine Weile dauern.

Je einen 500er, 600er und 601er Trabbi haben Matthias Pawlowski und Katrin Wagner zuhause. Angereist sind sie jedoch mit einem VW-Bus, sonst wären die Görlitzer nicht schon am zeitigen Vormittag in Schmannewitz gewesen. Bei ihnen habe der Wecker 5.30 Uhr geklingelt. Eine Stunde später ging ihre Anreise los. Viermal waren die beiden schon in Schmannewitz. Der Weg lohne sich. „Die Fahrzeuge sind hier gut sortiert abgestellt und überhaupt ist alles toll organisiert. Das geht schon damit los, wie man hier auf die Parkplätze eingewiesen wird“, lobt Katrin Wagner.

Zu den am häufigsten fotografierten Motiven dieses Wochenendes dürfte Leo von Sahr mit seinem Eigenbau-Rennwagen von der Sozialistischen Entwicklungsgesellschaft gehören. „Mit diesem 1963 gebauten Wagen fahre ich immer noch bei Oldtimerrennen mit“, erzählt der Panitzscher, der in der Nähe des Nürburgringes geboren ist und vermutlich deshalb Benzin im Blut hat. „Er wiegt nur 400 Kilogramm und schafft immer noch 200 Kilometer pro Stunde“, betont Leo von Sahr. Im Falle eines Falles müsse man allerdings schnell sein, denn der Sitz sei Teil des Tankgehäuses. Nach seinem Kenntnisstand seien von den wenigen Modellen, die einst gebaut wurden, nur noch zwei erhalten.

Nur wenige Meter entfernt vom Standort dieses Rennwagens sind Mopeds, Pkw und Traktoren in Aktion zu erleben. Den Teilnehmern ist es freigestellt, ihre Fahrzeuge in Aktion zu zeigen. Für Leo von Sahr ist das wegen der geringen Bodenfreiheit seines Rennwagens keine Option. Anders sieht es bei dem Exponat aus, das Jens Merkel aus Bobritzsch vorführt: eine „Brockenhexe“, offiziell RS 02, einer der ersten in Nordhausen gebauten Traktoren.

Wer sich von Nieselregen am Morgen und schwüler Hitze danach nicht abhalten ließ, nach Schmannewitz zu fahren, lag damit richtig. Die Gelegenheit, hier geballt zu sehen, was in den Fahrzeugwerken der DDR gebaut wurde, gab es nur aller vier Jahre. Doch nun haben die Mitglieder der AG Feuerwehrhistorik entschieden, in diesem Jahr zum vorerst letzten Mal den Kraftakt, den die Vorbereitung dieses Treffens darstellt, gestemmt zu haben.

Von Axel Kaminski

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Schmannewitz
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