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Oschatz Über 600 Taschlampen funkeln beim Konzert über den Oschatzer Nachthimmel
Region Oschatz Über 600 Taschlampen funkeln beim Konzert über den Oschatzer Nachthimmel
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18:48 16.05.2016
Auf der Kunstrasenfläche vor der Bühne wimmelte es von jungen Zuhören, die beim Mit-Mach-Programm dabei sein wollten. Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Oschatz

Hunderte Taschenlampen funkeln und schwingen in der Abenddämmerung im Takt der Musik mit. Gehalten werden sie von kleinen und großen Händen, die zu den Besuchern der Premierenveranstaltung des „Taschenlampenkonzertes“ der Berliner Band „Rumpelstil“ in Oschatz gehören. Seit Jahren begeistern die vier Bandmusiker kleine und große Zuschauer bei ihren Konzerten zwischen der Ostsee und dem Bayrischen Wald. Organisiert wird die Taschenlampenkonzert-Premiere auf der Amphitheater-Anlage am Platsch-Bad vom Oschatzer Musikhaus Korn mit Unterstützung zahlreicher Sponsoren aus der Region. „Wir haben die Band im Urlaub in Boltenhagen erlebt und dachten, dass dies etwas für die Oschatzer sein könnte“, erklärt Diana Korn. Ihr Mann Denis dachte gar noch weiter. Der rührige und auch sozial engagierte Unternehmer stellte Überlegungen an, die einst mit dem Badbau konzipierte Außenanlage für Veranstaltungen mit neuen Angeboten für Oschatz sozusagen wieder zu beleben. Quasi eine Privatinitiative, für die er andere Unternehmer und Institutionen zum Mitmachen gewinnen konnte. Wohl auch, weil er mit seiner Meinung, dass es nicht nur in den großen Städten interessante kulturelle Angebote zum gemeinsamen Erleben für Jung und Alt geben sollte. Korn freut, dass ebenso die Badleitung des Platsch und die Stadt das Konzertvorhaben unterstützten. Warm wird den Zuschauern an diesem kalten Pfingstsonnabend nicht nur von den Bewegungen der Taschenlampen. Warm wird ihnen vor allem um’s Herz beim Zuhören. Die Texte der Lieder der vier Künstler sprechen alle an, weil sie Alltagsthemen aufgreifen, Spaß beim Zuhören verbreiten und zum Mitsingen animieren . Und wer kann schon ruhig auf seinem Platz sitzen bleiben, wenn Brumme, Blanche, Peter und Max auf der Bühne nach flotten Rhythmen von der Giraffenhochzeit unterm Affenbrotbaum, vom Prinz in der Badewanne singen oder lustige Verse zu Flamenco-Klängen zu hören sind. Blitzschnell gefüllt ist dann die Kunstrasenfläche vor der Bühne mit tanzenden Knirpsen. Aber auch auf den aufgestellten Stühlen wackelt und zappelt das Publikum im Takt. Brumme und seine Mitstreiter verstehen es dabei trefflich, mit ihrem Publikum zu „spielen“, deren Fantasie anzuregen. Als es dämmert und die mitgebrachten Taschenlampen – unsagbar interessant deren Formen, Farben und Design - Lichtbilder zeichnend zum Einsatz kommen, dann hält es auch sonst ruhige Mädchen wie Matilda, Pia, Kjara oder Tia nicht auf den Stühlen. Flink werden später auf Wunsch der Musiker die Lampen an und aus geknipst, werden Leuchtpunkte zu Bildern im Takt der Musik gemalt. Trotz der „Eisheiligen Kälte“ verharren reichlich 600 Zuschauer bis zum Konzertende.

Von Bärbel Schumann

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