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Überschwemmungen nach Regengüssen in Calbitz

Unwetter Überschwemmungen nach Regengüssen in Calbitz

Die starken Gewittergüsse am Dienstagabend haben für neuerliche Überschwemmungen gesorgt: Am stärksten betroffen war Calbitz. Hier standen Keller einer Wohnblocks, Gärten und Straßen unter Wasser. Die Feuerwehr kämpfte mit Pumpen und Sandsäcken dagegen an.

Der Regenguss am Dienstagabend sorgte für Überschwemmungen in der Böhlaer und Kötitzer Straße in Calbitz,
 

Quelle: Dirk Hunger

Calbitz.  Kurz – aber heftig – hatte es am Dienstagabend über Teilen der Region geregnet. In Dahlen fiel zum Teil sintflutartiger Regen, die Feuerwehren der Heidestadt und aus Großböhla mussten ausrücken. In Malkwitz erreichte das Wasser ein Grundstück am Ortsrand – blieb aber auf dem Hof und in der Garage, das Wohnhaus selbst war nicht betroffen.

Am stärksten geregnet hatte es dagegen offenbar am Rand von Calbitz. Das Wasser überflutete in kürzester Zeit die Böhlaer Straße, setzte die Keller eines Wohnblocks in der Kötitzer Straße und zahlreiche Gärten unter Wasser.

Gullys mussten geöffnet werden

18.02 Uhr wurde die Feuerwehr Malkwitz per Alarmierung zur Hilfe gerufen. „Wir haben dann parallel angefangen: Gemeinsam mit den Collmern sind wir nach Calbitz ausgerückt. Sechs Leute sind zu dem bedrohten Grundstück nach Malkwitz. Als absehbar war, dass die Gefahr dort gebannt war, haben wir auf drei Helfer reduziert und die übrigen Helfer mit nach Calbitz beordert“, beschreibt Wehrleiter Lutz Frenzel. Hier mussten zunächst die Gullys auf der Böhlaer Straße und vor dem Wohnblock geöffnet werden, damit das Wasser schneller abfließen konnte und dann wurde in allen drei Kellern mit dem Auspumpen begonnen. Das Wasser – oder besser die braune Brühe – stand dort zum Teil einen Meter hoch.

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Bei einem Gewitterguss sind am Dienstagabend in Calbitz Straßen und Grundstücke überschwemmt worden. Keller standen unter Wasser, die Feuerwehr musste ausrücken und die Räume auspumpen.

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Das ging alles rasend schnell: Eben standen wir noch am Fenster und sahen, wie es draußen immer dunkler wurde und im nächsten Moment schoss das Wasser schon über die Straße und lief in die Keller“, berichten Bewohner. Dabei war es nicht das erste Mal, dass der Regen hier bedrohlich wurde. „Als es 2002 so anhaltend geschüttet hat, war das auch eine kritische Situation“, erinnert sich Ursula Wolf, „aber so schlimm wie heute war es damals nicht.“ Die Straßengräben haben die Wassermassen nicht schnell genug auffangen können, und so breitete sich die Überschwemmung in dem Wohngebiet aus. „Das wird ein mühsames Aufräumen“, befürchtet Monika Kaske mit Blick auf die voll gelaufenen Keller. Schließlich hat das Wasser, das vom angrenzenden Feld kam, auch reichlich Schlamm mit in das Wohnhaus gespült.

Kleingärten komplett überschwemmt

Gegenüber standen die Kleingärten der Mieter flächendeckend unter Wasser. Von Erdbeerbeeten, Bohnen und Tomaten war nichts zu sehen. Neu bepflanzte Blumenkübel, gerade erst gepflasterte Wege – alles war im Wasser versunken. Lauben und Obstbäume waren umgeben von einem braunen See. Vereinzelt ragten Zäune, Schaukeln oder Grillkamine aus der Brühe. Und in diesem Moment war noch unklar, ob sich die Überschwemmung weiter Richtung Park ausbreitet´ und womöglich noch die Wohngrundstücke hinter den Gärten erreichen würde. Doch knapp zwei Stunden nach der Alarmierung begann der Pegel zu sinken – zwar langsam, aber stetig.

Die Feuerwehrleute um den Malkwitzer Wehrleiter Lutz Frenzel hatten immer noch alle Hände voll damit zu tun, die Keller auszupumpen und die Straße zu sichern. Dann war klar: Nur mit Pumpen ging es nicht. „Wir haben noch die Wermsdorfer Wehr angefordert, weil die einen leistungsstarken Sauger haben. Damit müssen wir in den Kellerräumen ran, so lange der Schlamm noch feucht ist“, kündigte Frenzel an. Jetzt sollte es schnell gehen, denn ist der Dreck erst einmal trocken, wird das Aufräumen zur Plackerei. Bis gegen 22 Uhr waren die Kameraden noch vor Ort, dann waren die Keller wieder begehbar, Schlamm weggeräumt und Zugänge mit Sandsäcken gesichert. „Jetzt hoffen wir für alle, dass die nächsten vorhergesagten Niederschläge nicht mehr so stark ausfallen“, so der Wehrleiter.

Von Jana Brechlin

Calbitz 51.328033 13.009148
Calbitz
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