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Oschatz Ulf Müller aus Mahlis bei Friedens-Symposium in Finnland
Region Oschatz Ulf Müller aus Mahlis bei Friedens-Symposium in Finnland
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00:21 27.08.2017
Ulf Müller (M.) und Eduardo Basso (l.) im Gespräch mit dem Bürgermeister Atsi Vainio der finnischen Gastgeber.
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Mahlis

Ulf Müller hat es zuletzt an die finnische Ostseeküste verschlagen. Nicht etwa, um dort Urlaub zu machen, sondern um für das Friedensnetzwerk Places of Peace (dt. Orte des Friedens – d. Red.) zu werben, in dem Müller mit dem Freundeskreis Schloss Hubertusburg Mitglied ist. Anlässlich eines Friedenssymposiums waren der Vorsitzende des Netzwerkes Eduardo Basso aus Portugal und sein Stellvertreter Ulf Müller in das finnische Städtchen Uusikaupunki eingeladen – und fand dort Parallelen zur Friedensarbeit der Wermsdorfer. „Die Finnen werden künftig auch aller zwei Jahre Friedensgespräche durchführen wie wir das in Hubertusburg tun“, beschreibt Ulf Müller. Auch wenn das Symposium mit über 200 Teilnehmern sehr gut besucht gewesen ist, so seien vornehmlich ältere Gäste der Einladung gefolgt. „Das ist das gleiche Problem wie bei uns, dass damit nur wenig Jugendliche erreicht werden“, hat er festgestellt.

Ort als Partner gewinnen

Sehr interessant sei jedoch die Wahl der Referenten und der Ablauf der Veranstaltung gewesen. Womöglich könne man den einen oder anderen Redner auch für einen Vortrag bei den Hubertusburger Friedensgesprächen gewinnen. Vordringliches Ziel des Places of Peace-Vorstandes sei es aber gewesen, für das europäische Friedensnetzwerk zu werben. „Unser Wunsch ist es, diesen Ort als Partner zu gewinnen“, machte Ulf Müller deutlich. Man habe darüber mit dem Bürgermeister von Uusikaupunki und Vertretern der Kommune gesprochen, suche aber auch den Kontakt zu ehrenamtlichen Gleichgesinnten.

Elf Länder im Netzwerk vertreten

Derzeit gehören Friedensorte aus elf Ländern zum Netzwerk, aus Deutschland ist neben Hubertusburg auch Altranstädt vertreten. Versammelt sind Orte, die einst Schauplatz eines Friedensschlusses waren. „Weil es viele Kriege in Europa gab, gibt es auch entsprechend viele Friedensorte“, erinnert Ulf Müller. Das sei ein Anlass, die Menschen zu erinnern – so wie der Freundeskreis Schloss Hubertusburg mit den Friedensgesprächen, mit denen an den Hubertusburger Frieden von 1763 gedacht wird, der den Siebenjährigen Krieg beendete. „Wir werben dafür, zu vergeben und neu anzufangen“, sagt er über ein Ziel des Netzwerkes. In diesem Gedanken wolle man eine Places of Peace-Route als europäischen Kulturweg begründen. Derzeit bemühe man sich um die Zertifizierung durch die Europäische Union. „Die erste Runde der Beantragung ist geschafft. Vielleicht klappt es im Frühjahr 2018 mit der Anerkennung“, so Müller. Zeitgleich werbe man um weitere Orte im Netzwerk und sei dafür zum Beispiel mit St. Petersburg im Gespräch. „Wir wollen nicht nur eine Hand voll Friedensorte, sondern viele sein“, unterstreicht er den Anspruch der Mitglieder.

Von Jana Brechlin

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