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Oschatz Ultimatum: Bauschutt der alten Zuckerfabrik muss weg
Region Oschatz Ultimatum: Bauschutt der alten Zuckerfabrik muss weg
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16:18 20.07.2014
Vorn die Fotovoltaik-Module, hinten die Bauschutt-Berge: So sieht es derzeit auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik aus. Quelle: Dirk Hunger

Von Frank Hörügel

Eine Verwandlung des Bauschuttes, der beim Abriss der Fabrik entstanden ist, hat dagegen bisher noch nicht stattgefunden. Rund 15 000 Tonnen Beton lagern noch auf den Freiflächen des Grundstückes, das der FBS Projekte Oschatz GmbH gehört.

"Das ist kein Müll, sondern Baustoff", betont Klaus-Dieter Hilla von der FBS Projekte Oschatz GmbH. Er habe versucht, den Betonbruch als Untergrund für den Bau der Wermsdorfer Ortsumgehung zu verkaufen. Doch dafür sei kein Recycling-Material zugelassen. "Sobald eine größere Baumaßnahme in der Region ansteht, kommt das alles weg", sagt Hilla.

Viel Zeit hat der Bauunternehmer dafür nicht mehr. Die zuständige Umweltbehörde im Landratsamt Nordsachsen macht jetzt Druck und stellt ein Ultimatum. "Auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik in Oschatz wurde eine Fotovoltaikanlage errichtet. In diesem Zusammenhang wurden Gebäude und Befestigungen der ehemaligen Zuckerfabrik abgerissen und auf einem benachbarten Flurstück gelagert. Das Material sollte bis 30. November 2013 recycelt und beräumt werden. Rechtlich handelt es sich um Abfälle zur Beseitigung", teilt Rayk Bergner mit, Pressesprecher des Landratsamtes. Laut Gesetz dürften Abfälle zum Zweck der Beseitigung nur in den dafür zugelassenen Abfallbeseitigungsanlagen abgelagert werden. Die weitere Ablagerung sei nicht zulässig, die Beseitigung der illegalen Abfallablagerung sei zu fordern. Die Anhörung der Behörde zum Sachverhalt sei mit Schreiben vom 5. Dezember 2013 und 22. Mai 2014 erfolgt. Weil sich seitdem nichts getan hat, ordnet die Behörde jetzt die Beseitigung des Bauschutts an. "Die Abfälle sind demnach bis 15. August zu entsorgen", so Bergner. Der Eigentümer des Grundstückes könne jedoch rechtlich gegen diese Anordnung vorgehen, schränkt der Behördensprecher ein.

Die Zuckerfabrik an der Bahnhofstraße wurde im Jahr 1991 stillgelegt. Anschließend gab es Pläne, die riesige Fabrikhalle als Großraum-Diskothek umzunutzen. Diese Pläne wurden jedoch nie umgesetzt. In den letzten Jahren gehörte das Areal einem Bauunternehmen, das das Grundstück als Lagerfläche nutzte und hier auch Transportbeton herstellte. © Kommentar

Frank Hörügel

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