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Umbau des Oschatzer Platsch-Bades verzögert sich leicht

Freizeit Umbau des Oschatzer Platsch-Bades verzögert sich leicht

Der Umbau des Oschatzer Platsch-Bades verzögert sich um einige Monate. Ursprünglich war der Start im Februar 2018 anvisiert, jetzt soll es vor Beginn der Freibadsaison im nächsten Jahr losgehen.

Claudia Werner von der Oschatzer Freizeitstätten Gmbh erläutert einer Besucherin am Eingang das neue Badkonzept.

Quelle: christian kunze

Oschatz. Der Umbau des Platschbades verzögert sich geringfügig. Das war die wichtigste Neuigkeit, die das Team der Oschatzer Freizeitstätten GmbH den Besuchern bei Tag der offenen Tür am Sonnabend mitzuteilen hatte. War bisher die Rede davon, nach den Winterferien im Februar 2018 mit den Arbeiten zu beginnen, so ist jetzt von „vor Beginn der Freibadsaison“ die Rede. Einen konkreten Termin konnte Uta Moritz nicht nennen. Als Grund nannte die Geschäftsführerin Abstimmungen mit der Fördermittelbehörde.

Neues Konzept bleibt unverändert

An der Neukonzeption ändert sich dagegen nichts: Um den jährlichen Zuschuss aus der Stadtkasse zu reduzieren, sieht der Plan vor, die Wasserfläche von 863 auf 379 Quadratmeter zu verringern. Anstelle des Rutschenturms und der Kindererlebnislandschaft entstehen eine Kegelbahn und Übernachtungsmöglichkeiten für 32 Personen mit Zwei-, Sechs- und Achtbettzimmern. Neu hinzu kommen eine mobile Kletterwand am Beckenrand sowie ein Kinderplanschbecken am Ausgang zum Außenbereich und dem ehemaligen Solebecken. Grund für die stetig wachsende Unwirtschaftlichkeit seien die zu geringen Besucherzahlen bei gleich bleibendem Energiebedarf. Zu Zeit seien, abgesehen von Kursen und Schulkassen, pro Tag im Schnitt 40 Menschen anzutreffen.

Nicht gerüttelt wird am Bahnenschwimmen und dem Sauna- und Wellnessbetrieb. Das Saunadorf ist in der Region eines der gefragtesten überhaupt – da sind sich Saunameister Uwe Käseberg und der ehemalige Badmitarbeiter Wilfried Kießig einig. Kießig kam, wie einige andere, um sich bei einem Rundgang über den aktuellen Badbetrieb und die Umbaupläne zu informieren. „Ich bin jetzt Rentner und habe Zeit dafür, in meinem Berufsleben habe ich viele Bäder und Saunen kennen gelernt.“

Im technischen „Bauch“ des Bades erläuterte Lutz Terpitz unter anderem Details zur Heizung, Wasseraufbereitung, Strom und mehr. So erfuhren Gäste, dass trotz des Rückbaus alle Kessel erhalten bleiben, um bei extremen Niedrigtemperaturen gerüstet zu sein. Das Blockheizkraftwerk wird auch nach dem Umbau das Thomas-Mann-Gymnasium und die Rosentalsporthalle beheizen.

Uta Moritz betonte beim Rundgang durch die Wasserlandschaft, dass sowohl das Schulschwimmen als auch die Schwimm- und Aquafitnesskurse erhalten bleiben. Sie geht von einer Gesamtumbauzeit von 18 Monaten aus, einzelne Bereiche werden bereits eher wieder nutzbar sein, so etwa die Saunen – „wenn es technisch möglich und dem Besucher zumutbar ist.“ Auch der Freibadbereich kann während des Umbaus nicht geöffnet werden, da Baufahrzeuge und ähnliches den Betrieb erheblich einschränken würden, betonte Claudia Werner vom Marketing der Oschatzer Freizeitstätten GmbH. Gastronomische Angebote soll es nach dem Umbau weiterhin geben. „Hier stellt sich ganz einfach die Frage, was die regelmäßigen Badnutzer sich wünschen und vorstellen. Das, was nachgefragt wird, werden wir versuchen, umzusetzen“, sagte Uta Moritz.

Potenzial sieht die Bad-Chefin bei den neuen Übernachtungsmöglichkeiten unter anderem dadurch, dass die Jugendherberge in Dahlen geschlossen werden soll: „Wir können nicht davon ausgehen, dass jeder Vereins- oder Freizeitkegler das Bad oder die Unterkünfte nutzt. Aber wir können es ihnen anbieten.“

Hoffnung auf Berufsnachwuchs

Eine weitere Herausforderung für die Zukunft sei das Personal. So gehen perspektivisch Fachkräfte in den Ruhestand oder wollen sich beruflich verändern und sind damit für das Bad verloren. Sie knüpft an die Wiedereröffnung nach dem Umbau die Hoffnung, neue, junge Kräfte zu finden. Denn ohne ausgebildete Mitarbeiter seien auch die meisten Kurse nicht aufrecht zu erhalten. „Da werden Qualifikationen vorausgesetzt.“

Von Christian Kunze

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