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Umbauzug setzt bei Bornitz neue Schwellen ins Gleis

Umbauzug setzt bei Bornitz neue Schwellen ins Gleis

"Die Bahn macht mobil", lautet der Werbeslogan der Deutschen Bahn - und das trifft derzeit im wahrsten Sinne des Wortes auf den Streckenabschnitt zwischen Oschatz und Riesa zu.

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Mit Hilfe dieser Schnellumbaumaschine werden derzeit die Bahnschwellen eines vier Kilometer langen Gleisabschnittes zwischen Oschatz und Riesa erneuert.

Quelle: Heinz Großnick

Reisen im Schneckentempo ist dort bald Geschichte, denn die Firma H.F. Wiebe erneuert im Auftrag des Unternehmens derzeit sowohl den Gleisunterbau als auch den Gleisoberbau. Bauleiter Rainer Pohl spricht von planmäßiger Gleiserneuerung auf dem vier Kilometer langen Abschnitt. Seit Dienstag sind etwa 40 bis 50 Leute, von Beruf Facharbeiter für Eisenbahnbautechnik, schichtweise rund um die Uhr im Einsatz. "Bis zum 31. Juli 2 Uhr muss alles fertig sein", informiert der Bauleiter über den straffen Zeitplan. Schließlich soll der Zugverkehr nur so wenig wie möglich beeinträchtigt werden.

 

"Die Erneuerung erfolgt eingleisig. Die Züge werden an der Baustelle mit einer Höchstgeschwindigkeit von 90 Kilometer pro Stunde vorbeigeleitet, so der Experte weiter.

 

Zum Einsatz kommt eine hochmoderne so genannte Schnellumbaumaschine vom Typ SUZW 500. Sie nimmt vollautomatisch die Altschwellen auf, planiert danach den Untergrund und legt die neuen Schwellen auf. Der Umbauzug bewältigt laut Pohl innerhalb einer Stunde immerhin eine Strecke von 400 Metern. Die alten Schwellen seien 20 Jahre alt und damit erneuerungsbedürftig. Doch ausgedient haben sie noch lange nicht. "Sie gehen jetzt zur Aufarbeitung und werden anschließend für Nebengleise sowie Anschlussbahnen weiter verwendet."

 

Bevor die neuen Schwellen verlegt worden sind, kam zunächst eine Bettungsreinigungsmaschine zum Einsatz. Sie nahm den Schotter auf, trennte die Feinbestandteile und baute den bearbeiteten Schotter anschließend wieder auf. Fehlender Schotter wurde dabei ergänzt. Insgesamt wurden laut Pohl 4000 Tonnen Schotter ausgebaut und ausgewechselt. Auf einen Kilometer Gleis werden zudem 1667 neue Schwellen verlegt, macht insgesamt 6668 Schwellen plus die dazugehörigen Schienenbefestigungsmittel.

 

"Es läuft alles planmäßig, auch von Seiten der Bahn gibt es die notwendige Unterstützung", schätzt der Bauleiter gegenüber der Oschatzer Allgemeinen den Fortgang der Arbeiten ein. Für die Großmaschinen mit einer Länge von immerhin 800 Metern stehen entsprechende Abstellgleise zur Verfügung und auch die Gemeinde Liebschützberg sei über die Arbeiten informiert worden.

 

"Nachts wird mit der gleichen Intensität wie am Tage gearbeitet", verdeutlicht der Bauleiter. Dann werde die Strecke allerdings ausgeleuchtet. Um die Sicherheit der Bauarbeiter zu gewährleisten, befinden sich entlang des Gleises Lautsprecher mit Warnleuchten, die nähernde Züge rechtzeitig ankündigen.

 

Sind die Arbeiten abgeschlossen, können die Züge laut Pohl auf dieser Strecke mit einer Geschwindigkeit von 200 Kilometer pro Stunde fahren.

 

"Für die Hauptarbeiten ist der Gleisabschnitt noch bis zum 31. Juli voll gesperrt. Die Züge werden an der Baustelle auf dem Nachbargleis vorbeigeleitet", teilt die Gemeindeverwaltung Liebschützberg mit. Für Nacharbeiten werde das Gleis zusätzlich vom 1. August bis zum 4. August in den Nächten jeweils von 20 bis 5 Uhr voll gesperrt.

 

Die Altschwellen und der Altschotter wurden zunächst am Haltepunkt in Bornitz zwischengelagert und anschließend per Lkw abtransportiert. Mit den Gleisbauarbeiten erfolgt zugleich der Abriss des ehemaligen Gebäudes für die Güterabfertigung. Auch dafür kommt schwere Technik zum Einsatz.

 

Die Anwohner müssen sich während der Bauphase auf intensiven Lärm sowie Nacht- und Sonntagsarbeit einstellen, werden aber von Seiten der Firma H.F. Wiebe um Verständnis gebeten. "Die Arbeiten werden im öffentlichen Interesse ausgeführt", heißt es aus der Gemeindeverwaltung Liebschützberg.

Heinz Großnick

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