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Oschatz Umgehung Wermsdorf: Anbindung für Radler
Region Oschatz Umgehung Wermsdorf: Anbindung für Radler
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16:40 13.12.2011

Planfeststellungsverfahren seien eben doch keine Demokratiespielchen, freut sich Günter Herbst, Vorsitzender des Göttwitzer Dorfvereins: "Die Unterschriftenaktion wurde ein voller Erfolg. Unsere Hinweise zum vorgesehenen Ausbau der S 38 südlich von Wermsdorf wurden erhört."

Das Land Sachsen will die Staatsstraße 38 nach bereits realisierter erster Etappe nun auch zwischen Mutzschener Gewerbegebiet und Wermsdorfer Bahnhofsgaststätte ausbauen - zum großen Teil auf der bestehenden Trasse (wir berichteten). Die Fahrbahnen werden verbreitert, Kurven entschärft, Kuppen begradigt. Darüber hinaus soll zwischen Reckwitz und Hubertusburg eine völlig neue Straße als Ortsumgehung für Wermsdorf entstehen. Wermsdorfs Bürgermeister Matthias Müller: "Bislang fährt alles, was aus Richtung Oschatz zur Autobahn will, durch Wermsdorf. Dank der Ortsumgehung rechnen wir mit einer spürbaren Entlastung der lärm- und staubgeplagten Anwohner."

Mitte 2010 nahmen auch die Göttwitzer Einsicht in die zwölf Aktenordner voll mit Planungsunterlagen. In ihrer Stellungnahme würdigten die Dorfbewohner den festgeschriebenen straßenbegleitenden Rad- und Gehweg, sowie die in ihren Augen längst überfällige Entschärfung der tückischen Göttwitzkurve. Günter Herbst: "Der im Bereich des Unfallschwerpunktes geplante Kreisverkehr hat unsere vollste Zustimmung." Weitergehende Forderungen, denen 170 Göttwitzer mit ihrer Unterschrift Nachdruck verliehen, wurden durch das Straßenbauamt Leipzig zu 100 Prozent in das Projekt eingetaktet. Herbst: "Uns ist es gelungen, für die Bushaltestelle eine ortsnahe Lösung durchzusetzen. Ursprünglich war sie am Fischverkaufsstand vorgesehen. Nach unserer Intervention kommt sie nun an den Kreisverkehr, der etwa 70 Meter südwestlich vom ehemaligen Kinderheim entsteht." Auch die zweite Nachbesserung der Göttwitzer fand Berücksichtigung: Für Fußgänger und Radfahrer eine direkte Anbindung an den Kreisverkehr. Herbst bedankt sich im Namen der Dorfbewohner beim Straßenbauamt, das sich sehr kooperativ gezeigt habe. Ein Dank gehe, so Herbst, auch an die Wermsdorfer, "die unser Anliegen mit einem Gemeinderatsbeschluss untermauerten".

Seit einiger Zeit laufen die vorbereitenden Arbeiten. Unter anderem werden Durchlässe für Fischotter gebaut. Wermsdorfs Ortschef Müller, der schon im nächsten Jahr mit dem Beginn des Straßenbaus rechnet, freut sich für die Göttwitzer: "Wir haben sie unterstützt und gratulieren ihnen zum Erfolg."

Haig Latchinian

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