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Oschatz Umgestürzte Platanen an der Robert-Härtwig-Schule in Oschatz beseitigt
Region Oschatz Umgestürzte Platanen an der Robert-Härtwig-Schule in Oschatz beseitigt
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14:36 23.02.2018
Stadtgärtner Frank Freimuth beseitigte mit seinen Kollegen die Überreste der durch den Sturm umgestürzten Platanen an der Robert-Härtwig-Schule in Oschatz. Quelle: Foto: Christian Kunze
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Oschatz

Die beiden Platanen, die Opfer des Sturms „Friederike“ an der Robert-Härtwig-Schule in Oschatz geworden sind, haben die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei vor wenigen Tagen abgetragen. „Ich bin sehr traurig darüber, dass diese nicht mehr stehen. Die große Grünanlage, die wir auf dem Schulgelände haben, zeichnet uns aus. Zwischen Schule und Stadtpark haben wir ein kleines Wäldchen. Hier mussten zur Sicherheit der Schüler jedoch bereits einige Bäume entnommen werden“, sagt Schulleiterin Kerstin Wasiak und ergänzt, dass die Stadtgärtnerei regelmäßig die Grünanlagen an der Schule überprüfe. Auch die große Lutherbuche am Eingang zur Schule, die bereits mit Spannseilen befestigt wurde. Am Tag des Sturmes wurden die Schüler rechtzeitig vom Unterricht nach Hause geschickt, da einige einen langen Heimweg haben – so dass sie nicht in Gefahr waren.

Vorerst keine Ersatzpflanzung

Eine Ersatzpflanzung für die beiden umgestürzten Platanen soll es vorerst nicht geben. „Der Schulhof soll komplett saniert werden. Wir werden die Gesamtkonstruktion abwarten und nicht wild etwas hin pflanzen.“ Nicht nur an der Oberschule, auch anderswo in Oschatz hat Friederike zugeschlagen. Den größten Schaden gab es im Stadtpark. Hier fielen 13 Bäume, alle in einer Schneise. Diese seien jedoch schon durch den Herbststurm geschädigt worden. „Friederike hat im Stadtgebiet den größeren Schaden verursacht. Ich denke aber, dass wir noch einmal glimpflich davon gekommen sind“, sagt Stadtgärtnerin Kathleen Teschmit. Fast alle umgestürzten Bäume seien gesund gewesen. „Es waren keine dabei, die bei uns auf der Fällliste standen. Sturmböen sind so stark, dass diese auch gesunde Bäume entwurzeln oder zerbrechen können. Wir können deshalb aber nicht alle Bäume fällen, nur weil wieder ein Sturm kommt – und der wird kommen. Bäume sind für uns wichtig.“

Beim Stutzen werden Bäume verletzt

Das Stutzen der Bäume sei ebenfalls keine geeignete Lösung. „Das Stutzen und Schneiden bedeutet immer eine Verletzung der Bäume. Um den Verkehr zu sichern oder um den Baum von Totholz zu befreien, muss das natürlich gemacht werden, aber so wenig wie möglich. Mit dem Stutzen entstehen auch Eintrittspforten für Schädlinge.“ Über Nachpflanzung wird bereits gesprochen. Jedoch unterliegt der Stadtpark dem Denkmalschutz. Daher steht bisher noch nicht fest, wie die Nachpflanzung aussehen wird.

Im Stadtgebiet wird es voraussichtlich mehr Nachpflanzungen geben als zuvor geplant. „Wichtig ist es, Bäume zu wählen, die stadtklimafest sind. Sie sollten mit Trockenheit klar kommen, Abgase vertragen und wenig anfällig für Krankheiten und Schädlinge sein. Natürlich wird es wieder Linden und Eschen geben, aber wir dürfen uns vor anderen Gattungen nicht verschließen“, so Teschmit. Auch Tiefwurzler sollen gewählt werden, was dennoch keine Garantie dafür ist, dass diese Stürme überstehen.

Von Kristin Engel

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