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Oschatz Umjubelter Treffer von Anke Friedrich
Region Oschatz Umjubelter Treffer von Anke Friedrich
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14:54 23.01.2013

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Im Herbst war das Oschatzer Team personell stark dezimiert. Nur durch die Aktivierung ehemaliger Spielerinnen konnte damals überhaupt die Mindeststärke erreicht werden. Dieses Mal war die Bank besser besetzt. Fast alle zurzeit noch zur Verfügung stehenden Spielerinnen konnten antreten. Auch die Löbnitzerinnen hatten neun Spieler zur Verfügung. Somit war eine ausgeglichene Ausgangslage gegeben.

Die Oschatzer Frauen starteten nervös. Einige technische Fehler hielten am Spielbeginn die Partie offen. Der SHV ging mit 1:0 in Führung, Löbnitz konnte ausgleichen. Auch der zweite Oschatzer Treffer wurde pariert. Nach dem 2:2 kam das Heimteam aber in Fahrt und die Löbnitzer Frauen hatten nicht viele Ideen, die Gastgebermannschaft aufzuhalten. Mit sehr wenigen Fehlwürfen und technischen Fehlern gelang es den Einheimischen, den Vorsprung Schritt für Schritt auszubauen. In der zehnten Minute stand noch ein 6:3 auf der Anzeigentafel. Fünf Minuten später wurde daraus ein 10:4, und in der 20. Minute stand es gar 20:4.Nach 30 Minuten hatten die Gastgeber bereits 24 Treffer auf der Haben-Seite zu stehen. Das entsprach in manch anderem Spiel schon dem Endstand.

In der Halbzeitpause war es die große Aufgabe, die Motivation, die Konzentration und die Torgefährlichkeit weiter hoch zu halten. Auch wurde die Mannschaft ermuntert, die einstudierten Spielzüge unter realen Wettkampfbedingungen zu testen. Um allen Spielerinnen Pausen zu gönnen, wurde jetzt munter durchgewechselt. Das brachte zwar etwas Unruhe ins Spiel, hatte dank des großen Vorsprungs aber nur geringe Auswirkungen. Allerdings nahm die Häufigkeit der Fehlwürfe in der zweiten Hälfte deutlich zu. Insgesamt 16 wurden in den zweiten 30 Minuten gezählt. Die Gäste-Frauen konnten insgesamt wenig dagegensetzen. Sie versuchten das Beste aus der Situation zu machen. Eine besondere Härte kam in der Begegnung nicht auf, da die Unparteiischen die Partie jederzeit unter Kontrolle hatten. Die Torfolge entwickelte sich für Oschatz weiter günstig, obwohl durch die Fehlwürfe die Effizienz abnahm. In der 40. Minute stand es bereits 29:13. Es folgten fünf Minuten, in denen beide Teams nur je zwei Treffer erzielen konnten. Danach schalteten die Gastgeber wieder einen Gang höher, erhöhten das Tempo und konnten den Vorsprung weiter ausbauen. In der 55. Minute war ein 38:17 an der Anzeigetafel zu lesen. Die zweite Auszeit der LSG-Mannschaft unterbrach den Spielfluss der Gastgeberinnen nochmals.

In den verbleibenden fünf Minuten kam die Frage auf, ob der 40. Treffer noch zu erzielen ist. Aber was auch alles unternommen wurde und wer sich daran versuchte, die Lederkugel wollte einfach den Weg in den gegnerischen Kasten nicht finden. Wie es kommen musste, endete die Begegnung mit einem kuriosen Treffer. Anke Friedrich hechtete nach dem im Torraum rollenden Ball, der in Richtung Sechs-Meter-Kreis unterwegs war, und konnte diesen regelkonform ins Gehäuse schlagen. Die Schützin nach dem letzten Treffer: "Alle warteten auf das 40. Tor und ich nutzte eiskalt die Chance zum umjubelten Treffer." Diese Aktion beklatschten die Zuschauer und Anhänger des SHV von den Bänken. Sie hatten den furiosen Abschluss einer Partie gesehen, die zu keiner Zeit wirklich in Gefahr war.

Nach zwei Auswärtsspielen findet das nächste Heimspiel für die zweiten Frauenmannschaft des SHV Oschatz erst am 3. März, um 15 Uhr, in der Rosentalsporthalle statt. Als Gäste werden dann die Frauen des SC Markranstädt II erwartet und hoffentlich noch mehr Zuschauer auf den Rängen.

Oschatz: Melde; Böhm (10/6), Fiddecke (1), Friedrich (7), Hessel (7), Kühne (8), Lehmann (4), Lindner (1), Plockstieß (2).

Jens Fiddecke

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