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Oschatz Umweltschutzverein bietet in Mügeln Boden- und Wasseranalysen an
Region Oschatz Umweltschutzverein bietet in Mügeln Boden- und Wasseranalysen an
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11:17 28.02.2019
Marion Ziprian untersuchte Wasser- und Bodenproben in Mügeln. Quelle: Manuel Niemann
Mügeln

„Ein pH-Wert von 6,5 bis 9,5 ist normal. 7 ist optimal“, erklärt Marion Ziprian geduldig. „Ihr Wasser ist jetzt etwas sauer. Das ist nicht gesundheitsschädlich, aber wenn Sie noch Metallrohre haben, werden Ionen herausgelöst.“

Marion Ziprian ist gelernte Gärtnerin, nach der Wende hat sie sich zur Fachkraft für Umweltschutz ausbilden lassen. Für die Arbeitsgruppe für Umwelttoxikologie aus Mittweida ist sie regelmäßig in Mügeln vor Ort und nimmt Wasser- und Bodenproben in Empfang.

Am Dienstag suchen im Rathaussaal 14 Besucher ihren Rat. In Flaschen abgefüllt bringen sie Brunnen- oder Leitungswasser mit. Circa einen Liter braucht Ziprian für ihre Tests. Direkt vor Ort kann sie den pH-Wert und Nitratgehalt bestimmen. Dafür saugt sie mit einer Pipette etwas Flüssigkeit ab und analysiert sie.

Landwirtschaft belastet oft Brunnenwasser

„Wenn der Nitratwert zu hoch ist, dann liegt das meist an der Überdüngung der umliegenden Felder oder wenn Gülle geschüttet wurde“, sagt sie. 50 Milligramm pro Liter Wasser sind die Obergrenze. Dann empfiehlt sie, es auch nicht mehr Tieren in die Tränke zu geben.

„Das ist aber noch keine vollständige Trinkwasseranalyse“, warnt sie einen Mann, der erst kürzlich ein Grundstück in Mügeln erworben hat und den vorhandenen Brunnen testen lässt. „Er wurde zehn Jahre nicht benutzt und ringsum ist biologischer Anbau. Dann sollte es nicht ganz so schlecht aussehen“, sagt er. Und behält recht: Sein Wasser hat einen pH-Wert von 7,11. „Und der Nitratwert ist ja super!“, staunt Ziprian. So geringe Werte wie 6,12 Milligramm pro Liter liest sie selten ab.

Bodenanalyse hilft, nicht zu überdüngen

„Ich will wissen, ob mein Garten Dünger braucht. Die Kartoffeln waren so fleckig, da möchte ich mal horchen, ob etwas fehlt“, sagt Herbert Häling aus Schweta. Der Rentner gehört zu denen, die eine Bodenprobe dabei haben. 500 Gramm Erde braucht es für eine Nährstoffanalyse. „Das dauert etwa 14 Tage, dann bekommen sie das Ergebnis zugeschickt“, erklärt Ziprian. Das kostet zwischen 29 und 40 Euro.

Neben dem Säuregrad, Kalkbedarf, gebundenen Stickstoff und Kalium geben die Mittweidaer auch eine Düngeempfehlung. Bei der teueren Variante wird zudem der Phosphatgehalt ermittelt, der dafür verantwortlich ist, dass sich Samen-, und Früchte ausbilden. Auch auf eine Öl- oder Schwermetallbelastung kann untersucht werden.

Die nächsten Wasser- und Bodenanalysen bietet der Umweltschutzverein in Mügeln am 16. Juli 2019 von 13.30 bis 14.30 Uhr an.

Von Manuel Niemann

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