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Unruhige Zeiten beim FSV Oschatz

Unruhige Zeiten beim FSV Oschatz

Es gibt sicherlich einfachere Aufgaben, als momentan Funktionär, Spieler oder Fan des FSV Oschatz zu sein. Eine Serie von Niederlagen bei beiden Herren-Teams, Trainerrücktritt von Enrico Kernche, Trainerrücktritt Nummer zwei gleich kurz darauf und Sorge um ein vorzeitiges Ausscheiden der B-Mannschaft in der Kreisliga.

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Am vergangenen Wochenende ging es für Mügeln/Ablaß (schwarz/weiße Trikots) gegen Schildau kampfbetont zu. Morgen geht es für die Obstländer zum Collm-Derby nach Oschatz.

Quelle: Sven Bartsch

Dabei war Detlef Friedrich Anfang Oktober voller Hoffnung um den Klassenerhalt vom Verein als neuer Trainer der ersten Herrenmannschaft präsentiert worden. Er brachte Erfahrung als ehemaliger DDR-Ligaspieler mit und Trainererfahrung aus der dritten russischen Liga. In Oschatz fand er wohl nicht, was er suchte oder Oschatz fand umgekehrt nicht das Rückgrat bei ihm, was sich die Vereinsführung versprach. Fakt ist, Matthias Krohn, zuletzt Co-Trainer, führt jetzt die Mannschaft von der Bank aus und Ex-Trainer Enrico Kernche hält auf dem Platz als Spieler die Knochen hin.

 

Vollendet wird die Unruhe vom zweiten Nichtantritt der zweiten FSV-Mannschaft - und das bereits nach acht Spieltagen. Das Reglement sieht bei Nichtantritt Nummer drei übrigens das Ausscheiden aus dem laufenden Spielbetrieb vor, was sicherlich als Novum in der Vereinsgeschichte gelten würde.

 

Von der Spekulation zurück zur Realität. Die sieht für den FSV Oschatz so aus, dass es morgen zu einem Doppelkräftemessen mit dem SV Mügeln/Ablaß kommt. So viel aber vorausgeschickt - es sind keine Spitzenduelle. In der Kreisliga hoffen die beiden Reserve-Teams, aktuell Vorletzter beziehungsweise Letzter der Tabelle, jeweils auf ihren ersten Saisonsieg. Eine Etage höher bei den A-Vertretungen beider Vereine in der Nordsachsenliga sind zwar bereits erste Zähler eingefahren. Dennoch stehen die beiden Collm-Teams tief unten drin und längst nicht dort, wo sie sich vor Saisonbeginn selbst gesehen hatten. Das sieht nach harter Arbeit aus, beim FSV in Bildsprache nach dem Griff zum berühmten Strohhalm.

 

Lachender Dritter ist in dieser Beziehung Blau-Weiß Wermsdorf. Mit aktuell elf Zählern und Platz acht sind die Hubertusburger momentan das am besten platzierte Team aus der Collm-Region. Angesichts der unberechenbaren Konkurrenz ist das kein Dauerzustand. Der morgige Gegner Radefelder SV gilt als unbequem, ist vor allem eingespielt und musste sich zuletzt Spitzenreiter SV Süptitz erst Sekunden vor Abpfiff geschlagen geben. Blau-Weiß wiederum nutzte gegen eine Verlegenheitself aus Delitzsch seine Möglichkeiten nicht, bestritt nach eigenem Bekunden sogar das bislang schlechteste Kreisoberligaspiel. Bei diesem einen Ausrutscher soll es auch bleiben.

 

In der Kreisliga gehen die Collm-Vertreter mit unterschiedlichen Ausgangslagen in den zehnten Spieltag. Das Kellerduell zwischen den Reserve-Teams des FSV Oschatz und des SV Mügeln/Ablaß wird seine eigene Geschichte schreiben. Nur einen Platz vor den beiden irrt der SV Merkwitz umher. Es hat fast den Anschein, als wäre die Kompassnadel für den SV einfach noch nicht ordentlich ausgerichtet. Morgen trifft die Reißig-Elf übrigens wie schon vor Wochen auf einen Tabellenführer. Damals gegen den SV Roland Belgern sprang ein überraschendes Remis raus. Fraglich, ob morgen gegen die zweite Hartenfels-Mannschaft wieder so ein Husarenritt gelingt.

 

Der FSV Wacker Dahlen konnte letzte Woche nicht den Sack zumachen und seinen dritten Sieg in Folge einfahren. Zumindest blieb die Biedermann-Elf erneut ungeschlagen. Am Sonntag soll in Schildau diese Serie weiter fortgeschrieben werden. Die Gneisenau-städter schenkten dem SV Mügeln/Ablaß am vergangenen Wochenende ein halbes Dutzend ein, kassierten aber davor selbst zweimal nacheinander je sechs Gegentreffer.

 

Relativ frei von Sorgen ist momentan der FSV Luppa, wobei das 1:1 gegen den FSV Beilrode etwas schmeichelhaft erschien. Dennoch, im goldenen Oktober pflückte das Team die Punkte wie reife Früchte. Auch morgen ist der Kontrahent ein Ostelbien-Team. Die Spielgemeinschaft Großtreben/Arzberg war im Oktober ähnlich erfolgreich. Doch nachdem die Luppaer nun zum zweiten Mal gegen einen favorisierten Gegner bestehen konnten, soll es im gleichen Rhythmus weitergehen.

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