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Oschatz Uwe Steimle wettert in der Oschatzer Stadthalle
Region Oschatz Uwe Steimle wettert in der Oschatzer Stadthalle
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16:07 26.02.2016
Uwe Steimle im Ausverkauften Thomas-Müntzer-Haus. Quelle: Dirk Hunger
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Oschatz

Furchtbar ist das Wort der Stunde – dutzende Male nutzt Uwe Steimle es, um über Flüchtlingskrise, Überwachungsskandal, Sprach- und Moralverfall in Deutschland zu urteilen. Der Sachse seziert ambitioniert die Gesellschaft am Donnerstagabend in der ausverkauften Stadthalle. Seine Kritik ist überspitzt, aber nicht aufgesetzt. Präzise, provokant und politisch empört er sich über Obrigkeit („Freibeuter der Meinungen“), arbeitet sich an Merkel, Gabriel, Gauck und von der Leyen ab, setzt ihnen Brecht, Bismarck, Tucholsky und Thomas Müntzer entgegen. „

Sprechen ist Denken“, sagt Steimle und meint, dass dem Volk seine Sprache abhanden käme. Für den Kabarettisten ist das Wort eine Waffe, die Herrschende besser nutzen als Bürger. Parallelen macht der historisch sattelfeste Mahner an Personen fest. Das ist brisant, wenn er Gauck mit Goebbels gleichsetzt („In der Diktatur dient Abhören dem Einschüchtern, in der Demokratie dem Schutz der Menschen.“), selten unter der Gürtellinie („Hitler hatte nur einen Hoden. Na und? Heute ist jemand ohne Eier Bundeskanzlerin.“) und rhetorisch brillant („Die DDR war ein Unrechtsstaat mit viel Gerechtigkeit, die BRD ist ein Rechtsstaat voller Ungerechtigkeit.“). Momente der Ohnmacht bleiben nicht aus. Fassungslos beobachtet Steimle, wie ostdeutsche Pädagogen nach Skandinavien reisen müssen, um das von der DDR übernommene Bildungssystem zu studieren oder Angela Merkel gegen Unbekannt ermitteln lässt, als klar ist, dass die USA uns abhört:



Von Christian Kunze

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