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Oschatz VW-Abgasaffäre: Rund um Mügeln müssen 1000 Fahrzeuge in die Werkstatt
Region Oschatz VW-Abgasaffäre: Rund um Mügeln müssen 1000 Fahrzeuge in die Werkstatt
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13:59 24.08.2016
Quelle: dpa-Zentralbild
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Mügeln

Die Diesel-Rückrufaktion des VW-Konzerns läuft auf Hochtouren. Nach Angaben des Konzerns sind bereits mehrere Wellen gestartet worden, um die Fahrzeuge entsprechend der geforderten Normen umzustellen. Insgesamt seien an rund 1,4 Millionen Fahrzeugen „Maßnahmen durchzuführen“.

Bisher etwa 20 Prozent der Fälle abgearbeitet

Im Einzugsgebiet des Mügelner Autohauses Hirth sind die Besitzer von rund 1000 Fahrzeugen betroffen, wie Geschäftsführer und Serviceleiter Thomas Hirth auf Anfrage der Oschatzer Allgemeinen offenbart. „Wir haben mittlerweile etwa 20 Prozent der Fälle abgearbeitet. Mitte des nächsten Jahres ist der Abschluss geplant“, sagt Hirth und ergänzt: „Nach etwas Verspätung sind die einzelne Umrüstungen mittlerweile normales Tagesgeschäft. Wir haben momentan täglich etwa bis zu fünf Fahrzeuge in der Werkstatt. Die Sache läuft sehr geordnet ab.“ Etwa eine Stunde werde für jedes Fahrzeug benötigt. Vorgenommen wird ein Software-Update. „Wir möchten unseren Kunden den Werkstattaufenthalt so angenehm wie möglich gestalten, bieten kostenlose Ersatzfahrzeuge an und man kann den Termin auch mit einer Inspektion oder Reparatur verbinden.“

Umrüstung läuft relativ entspannt ab

Auch der Hol- und Bringeservice werde von Kunden in Anspruch genommen. Die Mitarbeiter des Autohauses würden die Fahrzeuge auf Wunsch entweder von zu Hause oder von der Arbeitsstelle abholen und anschließend wieder dort abliefern. Die Umrüstung betreffe laut Hirth VW Polo, Golf, Passat, einige Audi-Baureihen sowie Skoda. Ausschließlich Dieselfahrzeuge seien betroffen. „Generell läuft alles sehr entspannt ab“, schätzt der Geschäftsführer den bisherigen Ablauf der Rückrufaktion ein. Befürchtungen vieler Kunden, die betroffenen Fahrzeuge würden an Wert verlieren, verneint Hirth und erklärt dazu: „Die Fahrzeugeigenschaften ändern sich nicht, weder der Spritverbrauch, noch die Motorleistung. Es gibt keine Änderung des Fahrverhaltens.“ Bisher habe es von Kunden diesbezüglich auch noch keine negativen Rückmeldungen gegeben.

Dass den Kunden in Amerika große Entschädigungssummen gezahlt werden und die deutschen Fahrzeughalter diesbezüglich in die Röhre gucken, dafür hat Hirth eine Begründung parat: „Das ist dem amerikanischen Rechtssystem geschuldet.“ Er halte die in Deutschland getroffene Regelung allerdings für ausreichend und in Amerika dagegen für „unangemessen hoch“. „Die Reparaturmaßnahmen, um die Fahrzeuge in Ordnung zu bringen, sind gering“, versichert Hirth.

Von Heinz Großnick

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