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Oschatz Verband „Untere Döllnitz“ hält Gebühren für 2019 stabil
Region Oschatz Verband „Untere Döllnitz“ hält Gebühren für 2019 stabil
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06:00 07.11.2018
Eine der größten Investitionen des Verbandes in diesem Jahr waren die Kanalbauarbeiten in der Oschatzer Oststraße. Quelle: Hagen Rösner
Oschatz

Es ist das alte Problem: neues Jahr neue Preise. Alles wird teurer, Bahnfahrkarten, Strom oder Gas. Anders ist es beim Abwasserverband „Untere Döllnitz“. Der hat am vergangenen Montagabend in Hof getagt und sich mit der Gebührenkalkulation für das Jahr 2019 beschäftigt – eine heikle Sache. Wenn überall Preissteigerungen angesagt sind, dann kann es bei der Abwasserentsorgung nicht anders sein. Doch ist es. Die Verbandsräte folgten dem Vorschlag aus der Verbandsverwaltung für 2019 die Abwassergebühren nicht anzutasten. Damit bleiben die Abwassergebühren 2019 stabil. Profitieren werden dabei die Einwohner aus den Verbandsgemeinden Dahlen, Liebschützberg, Naundorf und Oschatz.

Beschluss nur für 2019 gültig

„Die Gebühren werden entsprechend einer Kostenannahme berechnet und verabschiedet. Nach dem Ablauf eines Kalkulationszeitraumes wird eine Nachkalkulation gemacht, die sich an den realen Kosten orientiert. Sollte die Kostenannahme nicht gestimmt haben, dann müssen wir Geld vom Gebührenzahler nachfassen. Sollte Geld übrig sein, können wir dies nicht einstecken, sondern müssen es dem Gebührenzahler wieder zurückspielen. Das machen wir in einem Vortrag auf die neue Gebührenkalkulation“, erläutert der Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar, der zugleich Verbandsvorsitzender ist. „Wir hatten einen Gebührenkalkulationszeitraum von drei Jahren bis einschließlich 2018 und wollen jetzt nur einen Beschluss für die Gebühren 2019 fällen“, sagt Kretschmar. Letztlich verlängert der Verband mit diesem Beschluss den Gebührenkalkulationszeitraum um ein Jahr.

Gebühren sind von Investitionen abhängig

Für die Verbandsverwaltung ist die Gebührenkalkulation inzwischen Routine. „Kalkulation und Nachkalkulation sind im Gesetz sehr rigide vorgeschrieben. Für uns bleibt da kaum Spielraum, neue Gedanken einzubringen“, bestätigt Verbandsgeschäftsführer Frank-Peter Streubel. „Bei uns gibt es allerdings die Besonderheit, dass unsere Gebührenkalkulation in hohem Maße von unseren Investitionen beeinflusst wird. Unsere geplanten Investitionen von rund 2,4 Millionen Euro, das ist schon allein die Hälfte unseres Gebührenaufkommens“, verdeutlicht Streubel.

Unwägbarkeiten in der neuen Kalkulation sind die neuen Anforderungen der Wasserbehörden an die Abwasserqualität. Doch dort sind die Vorstellungen des Gesetzgebers noch schwammig, dass wir momentan daraus keine konkrete Investition ableiten können. Eigene Verpflichtungen sieht der Verband hier nicht. „Wir sind ein Abwasserentsorger. Es gibt eine Übergabestelle an das Gewässer. Es gibt jemanden, der für das Gewässer zuständig ist und der muss uns sagen, welcher Reinigungsgrad gefordert ist und dann können wir auch abschätzen, was wir investieren müssen, um den Reinigungsgrad hinzubekommen und wie sich die Gebühren entwickeln“, meint Streubel.

Zweiteilung des Verbandsgebietes bleibt erhalten

Bei den Gebühren im Abwasserverband bleibt weiter die Zweiteilung in das Altverbandsgebiet mit Oschatz, Liebschützberg und Naundorf und das neue Verbandsgebiet Dahlen.

Für das Altverbandsgebiet liegt bei der zentralen Entsorgung die Verbrauchsgebühr pro Kubikmeter bei 1,66 Euro sowie die Grundgebühr bei 8,65 Euro pro Wohneinheit und Monat und bei der dezentralen Entsorgung liegt die Verbrauchsgebühr bei 1,22 Euro und die Grundgebühr bei 6,74 Euro.

Für das Dahlener Gebiet sind die Gebühren ebenfalls unverändert, aber höher als im Altgebiet. Bei der zentralen Entsorgung ist eine Verbrauchsgebühr von 3,89 Euro sowie die Grundgebühr bei 8,75 Euro zu entrichten. Bei der dezentralen Entsorgung liegt die Verbrauchsgebühr bei 1,25 Euro und die Grundgebühr bei 3,38 Euro.

Von Hagen Rösner

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