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Oschatz Verband legt sich für 450 00 Euro neues Kanalreinigungsfahrzeug zu
Region Oschatz Verband legt sich für 450 00 Euro neues Kanalreinigungsfahrzeug zu
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16:06 22.07.2016
Marcel Lentz und Ted Linke (r.) am Terminal des neuen Kanalreinigungsfahrzeuges. Von hier aus steuern sie die Aktionen in den Kanälen. Quelle: Foto: Hagen Rösner
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Oschatz

Den ersten Einsatz Am Langen Rain in Oschatz hat das neueste Arbeitsgerät des Abwasserverbandes „Untere Döllnitz“ gut gemeistert. Der Kanal ist gereinigt und das Reinigungsteam gut gelaunt. Seit Mitte des Monats ist das neue Kanalreinigungsfahrzeug, welches über 430 Pferdestärken verfügt, im Verbandsgebiet im Einsatz. Künftig wird das Multitalent auf vier Rädern in den Städten Oschatz und Dahlen sowie in den Gemeinden Liebschützberg und Naundorf unterwegs sein. Für die neue PS-starke Spülmaschine hat der Abwasserverband tief in die Tasche gegriffen und rund 450 000 Euro in die Anschaffung der neuen Technik investiert. „Das moderne Fahrzeug bringt im Vergleich zum Vorgänger viele Vorteile mit sich“, bestätigt der Verbandsgeschäftsführer Frank-Peter Streubel.

Geschäftsführer Frank-Peter Streubel (l.) schaut sich mit Marcel Lentz und Ted Linke die Fernsteuerungstechnik an Quelle: Hagen Rösner

Mit einem Behältergesamtvolumen von 12,5 Kubikmetern und einem flexiblen „Kolben“, kann das Volumen des Behälters den Bedürfnissen vor Ort angepasst werden. Neu im Vergleich zur alten Technik ist, dass es zwei getrennte Behälter auf dem Fahrzeug gibt: eine 7,5 Kubikmeter große Schlammkammer und fünf Kubikmeter große Wasserkammer. Damit kann das Fahrzeug selbst Spülwasser mitführen und ist nicht auf das zeitaufwendige Abzapfen von Wasser über das Hydrantennetz angewiesen. Damit kann das Fahrzeug speziell an den jeweiligen Auftrag angepasst werden.

„Die Fahrer Ted Linke und Marcel Lentz haben sich schon einen ehrgeizigen Kanalreinigungsplan vorgenommen. Bisher mussten dafür immer zwei Fahrzeuge im Einsatz sein, ein Spül- und ein Saugfahrzeug. Auf lange Sicht ist das aber unwirtschaftlich“, sagt Geschäftsführer Frank-Peter Streubel. Mit zwei Fahrzeugen fielen bisher alle Kosten für Wartung, Kraftstoff oder Reparatur doppelt an.

„Das alte Spülfahrzeug hatte auch nur ein Spülwasservolumen von fünf Kubikmetern, waren diese verbraucht, mussten die Mitarbeiter zurück zur Kläranlage Oschatz fahren, um Brauchwasser zu tanken. Damit ist jetzt Schluss, denn ein weiteres Extra des neuen Fahrzeuges ist die integrierte Wasseraufbereitung. Diese dient dazu, das zur Kanalreinigung mitgebrachte und irgendwann verspülte Wasser als Schmutzwasser wieder einzusaugen und über Filter und Zyklone für die Kanalreinigung wieder aufzubereiten. Das spart Zeit und Kosten“, berichtet Ted Linke – Meister für das Kanalnetz des Abwasserverbandes.

Der Abwasserverband „Untere Döllnitz“ verfügt über ein Kanalnetz von rund 280 Kilometern Länge und muss dieses in regelmäßigen Abständen warten und instand setzen.

Von Hagen Rösner

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