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Oschatz Verein pflegt Wildtiere im Gehege Schöna
Region Oschatz Verein pflegt Wildtiere im Gehege Schöna
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14:04 21.11.2016
Marcel Böttger und seine Mitstreiter kümmern sich täglich um die Tiere im Wildgehege Schöna. Quelle: Foto: Dirk Hunger
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Schöna

Tiere im Wald brauchen jetzt länger für ihre Futtersuche, denn die Zeit der frischen Triebe ist vorbei. Deutlich komfortabler haben es da Rot- und Damwild, Wildschweine und andere Tiere im Wildgehege Schöna. Wer in der Anlage lebt, hat Vollverpflegung gebucht – dafür sorgen die zwölf Mitglieder des Vereins. Zwei Stunden täglich dauert die Versorgung von Säugern und Federvieh.

Für die Tierfreunde ein Kraftakt, den sie ohne Hilfe nicht stemmen könnten, macht Schatzmeister Marcel Böttger klar: „Wir brauchen jede Menge Grünzeug und tonnenweise Getreide. 500 Kilogramm Kartoffeln reichen hier gerade einen Monat“, zählt er auf. Deshalb sei man froh, dass Landwirte der Umgebung wie die Agrargenossenschaft Laas, die ABG Gaunitz oder das Kartoffellagerhaus Falkenhain regelmäßig den Verein mit Futterspenden unterstützen. Zu den treuen Fans des Tiergeheges gehören auch die Buchaer Bäckerei Rentzsch, deren nicht verkaufte Backwaren ein Leckerbissen für Wildschweine, Rehe und Hirsche sind oder Ralf Döring aus Olganitz. „Er handelt mit Gartengeräten und unterstützt uns mit Technik, wenn hier ein Arbeitseinsatz ansteht“, erklärt Marcel Böttger. Immerhin ist das Gelände sechs Hektar groß – mit einem normalen Rasenmäher kommt man da nicht weit.

Seit über 40 Jahren gibt es die Anlage in Schöna. Eigentümer ist die Gemeinde Cavertitz. Um die Tiere und den Erhalt kümmert sich der Verein, der einmal im Jahr hier ein Fest veranstaltet. „Das Gehege kann zu jeder Jahreszeit besucht werden und ist vor allem durch die Weitläufigkeit und den Spielplatz für Familien ein Anziehungspunkt“. so Böttger.

Blickfang sind zweifellos die Hirsche in den beiden, je sieben Tiere starken, Herden. Auch wenn die Tiere weitläufige Gehege haben, sind sie zur Futterzeit schnell am Zaun und überhaupt nicht scheu. Das kann Besucher verleiten, auf eigene Faust zu füttern – beim Verein sieht man das aber nicht gerne. Die Tiere bekommen, was nötig ist. „Zwischenmahlzeiten“ seien deshalb überflüssig und könnten im schlimmsten Fall sogar für Krankheiten sorgen. Während sich die Vereinsmitglieder am Wochenende bei der Versorgung abwechseln, kümmert sich Kaja Kuntzsch wochentags um die Tiere. Nacheinander kommen Fasane, Pfauen und Meerschweinchen an die Reihe, bevor es zu den größeren Tieren geht. Sobald ein weiteres Gehege fertig ist, sollen auch wieder Zwergziegen in Schöna einziehen. Von einer liebgewordenen Attraktion muss sich der Verein dagegen trennen. „Der Lift über dem Teich wird abgeschafft“, kündigt Marcel Böttger an. 500 Euro pro Jahr für Strom und TÜV und immer höhe Auflagen für die Sicherheit des Betriebs seien für den Verein einfach nicht zu schaffen.

Von Jana Brechlin

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