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Verhandlung am Oschatzer Amtsgericht über Schafe im Wald

Verhandlung am Oschatzer Amtsgericht über Schafe im Wald

Wilde Schweine, Rehe und Hirsche sind hier willkommen, lammfromme Schafe haben dagegen im Wald nichts zu suchen. Wer seine flauschigen Haustiere dennoch unter Eichen und Fichten im Wald weiden lässt, begeht laut sächsischem Waldgesetz eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einer Ahndung rechnen.

Oschatz. Wilde Schweine, Rehe und Hirsche sind hier willkommen, lammfromme Schafe haben dagegen im Wald nichts zu suchen. Wer seine flauschigen Haustiere dennoch unter Eichen und Fichten im Wald weiden lässt, begeht laut sächsischem Waldgesetz eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einer Ahndung rechnen.

 

Ein Schäfer aus der Region Oschatz kassierte deswegen im November 2011 einen Bußgeldbescheid über 50 Euro. Der 55-Jährige fühlte sich jedoch ungerecht behandelt und ging gegen das Bußgeld in Einspruch. Deshalb musste sich das Amtsgericht Oschatz in dieser Woche mit dieser Angelegenheit befassen.

Am 5. April 2011 stand die Schafherde des 55-Jährigen auf einer Fläche neben der Staatsstraße bei Lampersdorf. Drei Schafe mit fünf frisch geborenen Lämmern hatten sich nach Angaben des Tierbesitzers an den Waldrand zurückgezogen. Damit die Mütter nicht von ihren Lämmern getrennt würden, habe er die Tiere dort in Ruhe gelassen.

Der zuständige Revierförster, der zufällig vorbei fuhr, bemerkte nach eigenen Angaben Schafe im Wald - und erstattete Anzeige gegen den Schäfer. "Haben Sie bemerkt, dass die Schafe gerade gelammt hatten?", wollte Richter René Stitterich vom Revierförster wissen. Das habe er nicht sehen können, sagte der 50-Jährige.

Richter Stitterich schlug schließlich vor, das Verfahren einzustellen. Seine Begründung: Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass bei den Schafen tatsächlich gerade geborene Lämmer waren und damit die Muttertiere nicht einfach weggetrieben werden konnten. "Es gibt Spielregeln. Im Wald haben Schafe nichts zu suchen", gab Stitterich dem Schäfer mit auf den Weg.

Frank Hörügel

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