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Verjüngte SHV-Mannschaft zahlt an der Oder Lehrgeld

Verjüngte SHV-Mannschaft zahlt an der Oder Lehrgeld

SHV Oschatz 29:14 (14:8). Ein Auftakt nach Maß sieht anders aus. SHV-Trainerin Jana Delor hatte bereits im Vorfeld davor gewarnt, von der Mannschaft in dieser Saison Wunderdinge zu erwarten.

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Das erste Auswärtsspiel des SHV Oschatz in Frankfurt/Oder geht erst einmal daneben. Das junge Team wird sich aber finden und die richtigen Lehren ziehen.

Quelle: Kerstin Staffe

Frankfurter HC. "Wir waren gezwungen, auf unseren Rückraumpositionen Umstellungen vorzunehmen. Zum einen haben auch wir Abgänge zu verzeichnen und zum anderen laboriert unsere Top-Scorerin Carmen Schneider immer noch an einer Schulterverletzung und ihre fehlenden Treffer können wir einfach noch nicht kompensieren", so die erfahrene Trainerin.

 

Dabei gaben sich die Neuen im Team redlich Mühe. Josephine Hessel, mit 16 Jahren die Jüngste, konnte sich immerhin dreimal in die Torschützenliste eintragen lassen. Auch Sandra Kube zeigte bei einem Wurf aus dem Rückraum, was von ihr künftig erwartet werden kann. Ebenso gab Lisa Zimmermann, die neue Nummer eins im Oschatzer Tor, wenn auch mit der Rückennummer 16, einen soliden Einstand im SHV-Gehäuse. Sie hielt unter anderem einen Siebenmeterwurf. Aber insgesamt lief es eben noch nicht rund, dafür braucht es einfach noch Zeit. Die neu formierte Frankfurter Mannschaft war ab der 21. Minute von den Oschatzerinnen nicht mehr in den Griff zu bekommen. Bis dahin gab es ein Abtasten auf beiden Seiten mit einer zügigen 3:1-Führung der Gastgeber bis zur siebenten Minute und einem Heranarbeiten der Gäste bis zur eigenen 6:5-Führung (16. Minute). Nach dem 7:7-Ausgleich begann eine Lehrvorführung durch die von Dietmar Schmidt geführte FHC-Mannschaft. Die fühlte sich unter den Augen von 400 Zuschauern sichtlich wohl in ihrem Handballtempel und war von nun an dem SHV in allen Belangen überlegen, technisch-taktisch, tempomäßig und auch emotional.

 

Man konnte meinen, der SHV hat nur noch die Hüllen seiner Spielerinnen auf dem Parkett. Keine Spielerin versuchte die Laufwege des FHC-Angriffs zu stören, die Abwehrreihe schien an der Sechs-Meter-Linie geparkt, im Angriff stand die sonst so zuverlässige Doreen Wiersma bei ihren Wurfversuchen ein ums andere Mal im Kreis. Die Außenpositionen wurden von Frankfurts Deckung ebenso gut abgeschirmt. Kaum eine SHV-Spielerin ging wirklich mal aus vollem Lauf aus dem Rückraum in die Höhe. Aber anders war der groß gewachsenen FHC-Abwehr nicht beizukommen. Und so wuchs der Abstand immer mehr. Technische Fehler im Spielaufbau luden die Gastgeber außerdem noch zum Kontern ein und so setzten sie sich über die Stationen 14:9, 17:9 bis zum 19:10 (41.) spielentscheidend ab. Da half auch das Oschatzer Team-Time-Out nicht mehr, um wieder in die richtige Spur zurückzufinden.

 

Mit Sicherheit wissen nun alle SHV-Spielerinnen wie hoch die Trauben in dieser Saison hängen. Da hilft nur kompromisslos und intensiv zu trainieren, um nicht zum Spielball der Liga zu werden. Die Zuschauer werden beim Heimspiel am kommenden Sonnabend in der Rosentalsporthalle mit Sicherheit einen weitaus mitreißenderen Auftritt ihrer Delor-Sieben erleben.

 

Oschatz: Zimmermann, Miersch; Dybowski, Hessel (3), Vujica (4), Wiersma (2), Schneider (2), Ackermann (1), Heine (1), Kube (1), Staffe, Wirsik, Witecy.

Kerstin Staffe

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