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Oschatz Vermisster Wermsdorfer: Jetzt sucht die Polizei mit Hubschrauber
Region Oschatz Vermisster Wermsdorfer: Jetzt sucht die Polizei mit Hubschrauber
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11:49 09.03.2017
Bei der Suche nach dem vermissten Wermsdorfer kam ein Hubschrauber zum Einsatz. (Symbolfoto)  Quelle: André Kempner
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Wermsdorf/Sitzenroda

 Aus der Luft wurde am Mittwoch nach dem seit Freitag vermissten Steffen T. gesucht. Der Patient war nach einer Behandlung in einer Klinik des Fachkrankenhauses Hubertusburg, zu der er selbstständig gehen sollte, nicht wieder auf seine Station zurückgekehrt.

„Mit einem Hubschrauber in der Luft und einem Polizeiwagen am Boden, dessen Besatzung den Hinweisen aus dem Hubschrauber nachgehen soll, sind wir heute im Bereich Schildau/Sitzenroda aktiv“, sagte Steffen Manzke, stellvertretender Leiter des Polizeirevieres Oschatz. Den Wermsdorfer Wald betrachte man derzeit nicht mehr als möglichen Aufenthaltsort des Vermissten.

Der Patient war am Montag gegen Mittag in der Gegend nahe seines ursprünglichen Wohnortes gesehen worden. Der Einsatz eines Hubschraubers sei am Dienstag aufgrund der Witterungsbedingungen weder möglich noch sinnvoll gewesen. Deshalb sei am Dienstag die Suche lediglich am Boden durchgeführt worden. Nach Manzkes Angaben seien dabei rund zehn Beamte des Polizeireviers und Hunde im Einsatz gewesen. Gefunden hätten sie den gerichtlich in das Fachkrankenhaus Eingewiesenen dabei allerdings nicht. Seit Montag sei er noch nicht wieder gesehen worden. Wahrscheinlich habe er sich wieder zurückgezogen.

Ein leichtes Unterfangen sei diese Suche nicht, betonte Manzke. „Der Vermisste kennt sich seit seiner Kindheit in der Gegend aus und versteckt sich nicht zum ersten Mal im Wald“, erläuterte der Erste Polizeihauptkommissar. Ihm dürfte nicht entgehen, wenn nach ihm gesucht werde, so dass er sich entsprechend verhalten könne. Anders als ein Vermisster, der sich verirrt hat, wolle der Patient des Fachkrankenhauses nicht gefunden werden. Da die Polizei bei der Suche aus der Luft keine Anhaltspunkte zum Aufenthalt von Steffen T. fand, wurde der Hubschraubereinsatz am Mittwoch gegen 13 Uhr abgebrochen.

Die Polizei hofft auf weitere Sichtungen des abgängigen Patienten. Seine Medikation könnte den Ausschlag dafür geben, ob und wann er sich wieder aus der Deckung wagt. Aufgrund des Krankheitsbildes des Vermissten geht die Polizei davon aus, dass der 45-Jährige eine Gefahr für sich selbst ist. In einem verwirrten Zustand könnte er zudem andere Menschen bedrohen oder gefährden. Deshalb warnt die Polizei davor, bei einer Sichtung direkt Kontakt mit ihm aufzunehmen. Vielmehr solle sofort die Polizei verständigt werden.

Der Vermisste wird wie folgt beschrieben: Er ist etwa 1,70 bis 1,80 Meter groß, sein scheinbares Alter beträgt 55 Jahre. Er ist schlank, trägt einen Vollbart sowie schwarze, ungepflegte, zottelige, schulterlange Haare. Aufgrund mangelnder Hygiene habe er ein sehr ungepflegtes Erscheinungsbild. Zuletzt trug er eine grüne Latzhose.

Steffen T. leide unter Wahnvorstellungen. Er habe höchstwahrscheinlich Bargeld bei sich. Deshalb sei es durchaus möglich, dass er öffentliche Verkehrsmittel oder ein Taxi benutze oder Verkaufsstellen aufsuche.

Zeugen, die Steffen T. gesehen haben, werden gebeten, sich umgehend beim Polizeirevier Oschatz (Theodor-Körner-Straße 2 Oschatz, Telefon 03435 650 100) oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Update, 09.03.: Der aus dem Fachkrankenhaus Hubertusburg in Wermsdorf geflüchtete 45 Jahre alte Steffen T. ist wieder aufgetaucht.

Von Axel Kaminski

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