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Oschatz Viel Lob für Open Air in Oschatz
Region Oschatz Viel Lob für Open Air in Oschatz
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00:19 22.06.2017
In drei verschiedenen Zelten legten DJs die ganze Nach Musik auf – und die Tanzflächen waren immer voll. Quelle: Foto: Janett Rohnstock
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Oschatz

Aufmerksamen Beobachtern sollte kaum entgangen sein, dass sich auf der Festwiese am Finanzamt zuletzt richtig etwas getan hat. Nachdem am Freitag schon die „Krawallbrüder“ für ordentlich Stimmung sorgten, folgte am Sonnabend der zweite Höhepunkt: Zum fünften Mal stieg das große Oschatz-Open-Air und übertraf schon in den ersten Stunden die Erwartungen der Veranstalter.

Bis 22 Uhr waren die Eintrittskarten günstiger und so zog sich die Schlange der Besucher vor der Abendkasse entlang der Bundesstraße B6. Lange musste allerdings keiner warten, um sich ins Getümmel zu stürzen. Der Einlass war perfekt organisiert und lief reibungslos, auch wenn der Ansturm selbst die Sicherheitskräfte zum Staunen brachte. In insgesamt drei riesigen Zelten sorgten bis in die frühen Morgenstunden 21 Akteure für die Unterhaltung der Massen. „Ich habe erst einmal alle drei Zelte ausprobiert und mir dann das ausgesucht, in dem es mir am Besten gefallen hat“, so Lisa Finke, die gemeinsam mit ihren Freundinnen extra aus Riesa nach Oschatz kam, um zu feiern. Es gab aber auch Gäste, die zwischen den Zelten pendelten und sich überall wohl fühlten. „Man muss ja auch gucken, was die anderen so spielen. Sonst wird es doch langweilig“, stellte Markus Hank fest.

Mit Zuschauen hielten sich allerdings die wenigsten Besucher auf der Festwiese lange auf. In allen Zelten wurde ausgelassen getanzt und gefeiert. Eine Tanzfläche brauchten dafür die wenigsten. War die Musik gut und man hatte Platz, ging es einfach los. Wer viel tanzt, der hat auch Durst. Und auch an den Getränkewagen musste keiner lange auf eine Erfrischung warten. Das überraschte Gäste wie Lukas Wörner aus Leipzig: „Ich hatte bei der Größe der Veranstaltung schon gedacht, dass man für etwas zu trinken sicher lange anstehen muss, doch ich bin positiv überrascht wie fix das hier geht. Aus Leipzig bin ich da von vielen Partys längere Wartezeiten gewohnt.“

Die Party am Finanzamt war am Sonnabend die Veranstaltung, bei der man einfach dabei sein musste. Das war auch schon in den vergangenen Jahren so. Seit 2013 gab es jeden Sommer ein großes Open Air, und das Interesse ist ungebrochen. Der Grund dafür scheint ganz einfach zu sein: Neben den Dorf- und Stadtfesten, die von Frühling bis Herbst in vielen Orten statt finden, ist dies eine Veranstaltung, die ein klares Publikum hat und auf dessen Bedürfnisse in allen Bereichen völlig eingeht. Freunde der elektronischen Musik kommen beim Open Air immer wieder voll auf ihre Kosten, man muss nicht extra in die Großstädte nach Leipzig oder Dresden fahren und man muss sich nicht mit Freunden und Bekannten extra verabreden, denn die traf man sowieso alle auf der Festwiese.

Ein Selbstläufer ist aber auch das Open Air nicht. Monatelange Vorbereitungen gehen der Party voraus und es könnten immer unkalkulierbare Faktoren auftreten und die ganze Veranstaltung fällt sprichwörtlich ins Wasser. Besonders im Sommer ist es wichtig, einen Plan B für das Wetter zu haben – daher auch die Zelte. „Das ist wichtig! Hätte es geregnet, und wir wären uns nicht sicher gewesen, ob es Zelte gibt, wären wir gar nicht erst gekommen“, erklärte Manja Franke.

So gab es viel Lob und kaum Kritik, und schon das allein zeigt, dass wahrscheinlich in den nächste Jahren auch noch weitere Open Air folgen werden, bei denen die Festwiese mit Bässen zum Beben gebracht wird.

Von Janett Rohnstock

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