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Oschatz Viertklässler auf Abschlussfahrt im Olganitzer Holzhaus
Region Oschatz Viertklässler auf Abschlussfahrt im Olganitzer Holzhaus
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10:45 11.04.2018
Die erste Schulklasse bezieht das Holzhaus des Schullandheimes Olganitz. Quelle: Jana Brechlin
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Olganitz

Der Übergang ist geglückt: Nachdem die jugendlichen Flüchtlinge ausgezogen sind, ist das Holzhaus in Olganitz seit dieser Woche fest in der Hand von Grundschülern. Derzeit verbringt hier die Klasse 4 a aus der Grundschule Priestewitz, aus der Nähe von Großenhain, ihre Abschlussfahrt. Sie sind die ersten, die das neu gebaute Haus für einen Ausflug in Beschlag nehmen.

Neubau vom Freistaat gefördert

Vor gut einem Jahr war das Gebäude, das mit Mitteln des Freistaates für 480 000 Euro neu gebaut wurde, als Unterkunft für unbegleitete minderjährige Ausländer in Betrieb genommen worden. Bereits damals hatte das Bildungs- und Sozialwerk Muldental, das das Schullandheim in Olganitz betreibt, angekündigt, das Haus später zur freien Vermietung für Schulklassen, Vereine oder Familienfeiern anzubieten. Mit dem Umzug der Flüchtlinge im Februar nach Lampersdorf standen die Räume zur Verfügung. „Olganitz ist ein gefragtes Ziel“, hatte der stellvertretende BSW-Geschäftsführer Thomas Dittmann erklärt. Man gehe daher davon aus, dass die zusätzlichen Kapazitäten auch belegt werden können.

Viel Platz für Besucher

So ist es diese Woche: Eine Kindergruppe hat das ältere Gebäude auf dem Grundstück bezogen, im neuen Holzhaus nebenan haben sich die Viertklässler aus Priestewitz eingerichtet. „Das ist voll schön hier, wie in einer WG“, sagte der neunjährige Morris. Überall im Haus riecht es gut nach Holz, hatte Samia festgestellt. „Wir sind fünf Tage hier, aber eigentlich ist mir das zu wenig“, gestandt die Zehnjährige. Aufgeteilt haben sich die Schüler in Zweibettzimmern, außerdem stehen zwei große, lichtdurchflutete Aufenthaltsräume zur Verfügung – viel Platz für den Bewegungsdrang der Mädchen und Jungen.

Mutter schlägt Besuch vor

Man sei dem Vorschlag einer Mutter gefolgt, die von dem Holzhaus erfahren hatte, berichtete Klassenlehrerin Annett Peters. „Außerdem waren Kollegen von mir schon in Olganitz und haben berichtet, wie schön es hier ist und was man alles machen kann“, fügte sie hinzu. So werden Projekte am Wasser oder im Wald umgesetzt, Spaziergänge, Spiele und ein Grillabend stehen auf dem Programm. „Das ist wirklich wie Urlaub hier“, so das Fazit der Lehrerin.

Von Jana Brechlin

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