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Oschatz Vikar bringt Multikulti in Kirchgemeinde
Region Oschatz Vikar bringt Multikulti in Kirchgemeinde
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15:24 19.04.2013
Vikar Cyprian Matefy macht sich mit der Geschichte der Oschatzer Kirchgemeinde vertraut. Dazu gehört auch ein Blick ins Taufbuch von 1929. Quelle: Dirk Hunger

An seine Kindheit im siebenbürgischen Kronstadt hat der heute 31-Jährige die besten Erinnerungen. "Ich bin inmitten von rumänischen, slowakischen, ungarischen, deutschen und Roma-Kindern aufgewachsen. Diese multikulturelle Atmosphäre hat mir sehr gefallen. Die Vielsprachigkeit war eine große Bereicherung für mein Leben - das ist mir später bewusst geworden", sagt Matefy in perfektem Deutsch mit sächsischem Akzent.

In seiner Familie war der sonntägliche Kirchgang selbstverständlich. "Das war eine Gemeinschaft, in der ich gern dabei war", erinnert sich der brünette Mann. Dass er in Rumänien ein Theologiestudium begann - in ungarischer Sprache - war dann beinahe folgerichtig. Sein Interesse an deutscher theologischer Literatur führte den jungen Mann im Jahr 2007 schließlich an die Universität Leipzig. Finanziert wurde das Studium vom Lutherischen Weltbund. Sein erstes theologisches Examen legte Matefy im Herbst 2012 in Leipzig ab und ist seitdem Diplom-Theologe. Daran schließt sich die zweijährige Vikariatszeit an, die mit dem zweiten Staatsexamen abschließt. Das Vikariat entspricht dem Referendariat bei Juristen und Pädagogen und ist Voraussetzung für eine Ordination als Pfarrer. "Im Vikariat bereite ich zum Beispiel Gottesdienste vor und werde dabei von Pfarrer Jochem unterstützt", sagt der 31-Jährige. Das nächste Mal wird der Oschatzer Vikar am Pfingstmontag in den Kirchen Altoschatz und Merkwitz predigen.

Seine Chancen, später eine Pfarrstelle zu bekommen, stehen nicht schlecht. "Ich bin zuversichtlich, dass ich in Sachsen als Pfarrer arbeiten kann", sagt Matefy. Die Sachsen hat er ins Herz geschlossen. "Ich bin in Oschatz herzlich aufgenommen worden, alle waren sehr offen. Und ich schätze es sehr, dass ich hier mit einem dynamischen Team arbeiten kann, das einen lockeren Umgang pflegt." Nicht zuletzt bindet den jungen Mann die Liebe an den Freistaat. Matefy lebt mit einem sächsischen Pfarrer zusammen.

Frank Hörügel

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