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Vom Sturmfass zur Wehr: Neues Buch über die Geschichte der Oschatzer Feuerwehr

Heimatgeschichte Vom Sturmfass zur Wehr: Neues Buch über die Geschichte der Oschatzer Feuerwehr

Schon seit vielen Jahren wird in Oschatz von einem Buch gesprochen, welches die Feuerwehrgeschichte dokumentieren soll. Jetzt ist es erschienen. Die Publikation ist eine Kooperation zwischen der Stadtverwaltung und des Geschichtsvereins. Jetzt wurde es der Öffentlichkeit vorgestellt.

Um die Geschichte der Oschatzer Feuerwehr geht es in der neusten heimatgeschichtlichen Publikation.

Quelle: LVZ

Oschatz. Freilich gibt es dringlichere Aufgaben als eine Feuerwehrchronik. Doch bereits vor seiner Bürgermeister-Zeit in Oschatz sowie zum 140-jährigen und dem 150-jährigen Bestehen vor 13 und drei Jahren kam der Gedanke auf, sagte Andreas Kretschmar zur Präsentation des Buches „Vom Sturmfass zur Freiwilligen Feuerwehr – Die Geschichte des Feuerlöschwesens in Oschatz“.

Nun ist die Idee umgesetzt – mit Hilfe des Oschatzer Stadtarchivars Marcus Büttler, des Oschatzer Heimat- und Geschichtsvereins in Person von Vorsitzendem Herbert Berndt und Fördermitteln der Sparkassenstiftung Torgau-Oschatz. Büttler sichtete und sammelte Material, Berndt stand ihm stundenweise zur Seite. Das Ergebnis, ein 184 Seiten starkes Buch, dokumentiert die Feuerwehrgeschichte der Stadt Oschatz von 1863 bis zur politischen Wende 1990.

Die Chronik ist nicht vollständig, vor allem aus dem Zeitraum nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 sei nur spärlich Material vorhanden gewesen. Herbert Berndt ermutigte Heimatfreunde und Wehrangehörige, sich einzubringen, um die Zusammenstellung zu erweitern, ergänzen und zu vervollständigen.

Vorangestellt sind der eigentlichen Chronik Auszüge aus den Statuten der Stadt zum Verhalten bei Feuergefahr aus dem 14. bis 16. Jahrhundert. Als wegweisend für die Feuerwehrhistorie muss das Jahr 1863 angesehen werden. In diesem Jahr ist erstmals die Ausrüstung einer Feuerwehr des Oschatzer Turnvereins schriftlich nachgewiesen. „Diese Feuerwehr darf jedoch nicht mit der Freiwilligen Feuerwehr, wie wir sie heute kennen, gleichgesetzt werden“, so Herbert Berndt. Hier war es ursprünglich nur Turnvereinsmitgliedern möglich, einzutreten. Später wurde dies auch Nichtmitgliedern gestattet, was zu Zerwürfnissen und schließlich zur Auflösung der Wehr geführt haben soll, so Berndt.

Neben der Turnfeuerwehr und der späteren Freiwilligenabteilung gab es in Oschatz noch die Werksfeuerwehr der Oschatzer Waagenfabrik Pfitzer. Diese rückte nachweislich auch bei Bränden im übrigen Stadtgebiet mit aus.

Als Datum für die Auflösung der Turn-Feuerwehr und die Gründung einer freiwilligen Feuerwehr in städtischer Obhut wird im Archiv übereinstimmend das Jahr 1879 ausgewiesen. „Der spätere Bürgermeister Robert Härtwig nennt diese Zahl mehrmals in Schreiben an übergeordnete Behörden“, nennt Berndt den Beleg. Bis 1879 mussten sich sämtliche Bürger der Stadt im städtischen Feuerlöschdienst oder der Turner-Wehr einbringen. Ansonsten drohten ihnen Strafen.

Das verpflichtende Wesen im städtischen Feuerwehrdienst hatte einen Nachteilen gegenüber dem späteren Ehrenamt: Wenn jedermann, unabhängig von seiner Eignung, plötzlich zum Feuerlöschen antrat, blieb mitunter ein Chaos nicht aus. „Es gab schlicht keine Organisation. Das ist heute, bei einer überschaubaren, gut organisierten Truppe etwas vollkommen anderes“, schätzt Berndt ein.

Von Christian Kunze

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