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Oschatz Bornitzer Bahnhof wird wieder versteigert: Mindestgebot steigt
Region Oschatz Bornitzer Bahnhof wird wieder versteigert: Mindestgebot steigt
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21:45 07.03.2018
Das Bornitzer Bahnhofsgebäude wird wieder einmal versteigert – diesmal ohne die Kastanie auf dem Grundstück. Quelle: Foto:Axel Kaminski
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Bornitz

Waren es 2012 für den „Altbau, Baujahr unbekannt“ noch 1500 Euro, so stehen diesmal 9000 Euro im Katalog. Vor sechs Jahren lag das höchste Gebot bei 2000 Euro.

Im Jahr 2014, als das Objekt online versteigert wurde, gab es nur einen Bieter, der den Zuschlag für das damalige Mindestgebot von 3000 Euro erhielt. Vom Auktionshaus hieß es seinerzeit, dass dieser Kunde von Präsenzauktionen bekannt sei. Er habe bereits mehrfach alte Bahnhofsgebäude erworben und diese dann entwickelt.

Kurz danach wurde an der Tür auf der Straßenseite des Hauses ein Briefkasten befestigt, auf dem die Zirndorfer Hof Stiftung mit Sitz in Scharfenberg bei Meißen als Adressat zu erkennen war. Diesen Briefkasten gibt es inzwischen nicht mehr. Er sei überflüssig, weil die Post dort sowieso nicht zugestellt habe, erklärte Andreas Sauter, stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates.

Stiftung verfolgt Pläne nicht weiter

Natürlich habe die Stiftung Pläne mit dieser Immobilie gehabt. Wenn diese nicht funktionierten, könne man sie eben nicht mehr weiterverfolgen. Zur Wertsteigerung des Gebäudes seit der Auktion 2014 wollte sich Andreas Sauter gegenüber der Oschatzer Allgemeinen Zeitung zunächst nicht näher äußern. Das Auktionshaus bewerte die Immobilien, die es anbiete.

Aber mit Sicherheit habe er mehr als die 6000 Euro in das Gebäude investiert, um die dessen Preis gegenüber der letzten Auktion gestiegen sei. Vor einem Jahr hatte er erwähnt, dass durch die Stiftung ein neuer Stromanschluss errichtet worden sei.

Dazu, dass kürzlich ein alter Baum auf dem Bahnhofsgrundstück gefällt wurde, sagte Andreas Sauter, dass das schon seine Richtigkeit haben werde. Nachbarn hatten in diesem Zusammenhang mehrfach einen weißen Lieferwagen mit Oschatzer Kennzeichen beobachtet. Ob dessen Insassen im Auftrag von Andreas Sauter beziehungsweise der Stiftung gehandelt haben, war nicht zu erfahren.

Feuchteschäden und Deckeneinbrüche

Die Beschreibung im Auktionskatalog ließ bereits 2012 keinen Zweifel am Zustand des Gebäudes: „zweigeschossig mit ausgebautem Dachgeschoss und Spitzboden, Satteldach mit Pappeindeckung, unterkellert. Im Gebäude Stein- und Dielenfußböden ... verwitterte Holzkastendoppelfenster, veraltete Elektro- und Sanitäranlagen und Kohleofenheizung.“

In der Beschreibung für die nun anstehende Versteigerung ist von Putzabplatzungen sowie Feuchteschäden in mehreren Räumen des Obergeschosses und Deckeneinbrüchen die Rede. Insgesamt sei der Zustand sanierungs- und modernisierungsbedürftig.

Von Axel Kaminski

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