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Von Brehms Ruhe zur Toten Magd

Von Brehms Ruhe zur Toten Magd

Urlaub und Ferien sollten die schönste Zeit im Jahr sein. Aber was tun mit plötzlich so viel Zeit? Wie wäre es mit einer Wanderung? In der Dahlener Heide gibt es viel zu entdecken.

Es muss nicht das nahe oder ferne Ausland sein.

 

Die Strecke, um die es konkret geht, ist zehn Kilometer lang. Hier sind die Ausflügler vor allem Alfred Brehm sehr nah, aber auch einer "Toten Magd".

 

Die Wegstrecke führt von Schmannewitz, dem Tor zur Dahlener Heide, zu Brehms Ruhe, dann zur Toten Magd, zur Jägereiche, Tabakskiefer, von dort zur Hospitalhütte, und Ziel ist das Waldbad Schmannewitz.

 

Diese Strecke bedeutet aktive Erholung, regionale Geschichte erfahren, möglicherweise eine Stärkung in der Hospitalhütte und dann ein erfrischendes Bad. Da ist fast alles drin, was einen schönen Urlaubs- oder Ferientag ausmacht.

 

Von Schmannewitz aus bei Brehms Ruhe angekommen, "können sich die Wanderteilnehmer auf einer Sitzgruppe an einem Gedenkstein verschnaufen und die Umgebung genießen", heißt es in der Wegbeschreibung vom Tourismusverband Sächsisches Burgen- und Heideland.

 

Die Jahre 1859 bis 1862 sind zu den gelegentlichen Aufenthalten Alfred Brehms in Schmannewitz einzuordnen. Der Tiervater Alfred Edmund Brehm weilte ab und an in der Oberheide. Um 1910 wurde dieser Rastplatz, zur Erinnerung an den Zoologen und Schriftsteller Dr. Alfred Brehm, der durch seine naturwissenschaftlichen Vorträge und seine illustrierten Bände "Brehms Tierleben" bekannt wurde, angelegt.

 

Der Wanderweg führt vorbei an der "Toten Magd". Nach einer Legende soll an dieser Stelle eine Magd bei der Arbeit vom Blitz erschlagen worden sein. Dann geht es weiter zur "Jägereiche". Mitten im zentralen Waldteil der Dahlener Heide treffen sich sieben Wege an einer Stelle, die seit jeher als beliebter Treffpunkt für Wandersleute und Erholungssuchende gilt. Schon früher machten Holzfäller und Fuhrleute hier Rast.

 

Sogar der sächsische Hof aus Dresden beendete hier immer seine Jagden im Heidegebiet. 1763 verstummten die Jagdhörner, zum letzten Mal traf sich die kurfürstliche Jagdgesellschaft an jener Wegespinne im Wald. Zum Gedenken an die allerletzte Hofjagd in der Dahlener Heide schnitzte man das kurfürstlich-sächsische Wappen in eine hier befindliche große Eiche. Daher hat dieser markante Punkt bis heute den Namen "Jägereiche" behalten.

 

Das nächste Ziel ist die "Tabakskiefer". In alten Zeiten soll an diesem Platz vom Förster Tabak an die Waldarbeiter verteilt worden sein. Das klingt nicht nur für den Kettenraucher, der allerorts stapelweise Zigaretten kaufen kann, recht sonderbar.

 

Einst war echter Tabak etwas Besonderes, sicher nicht für jedermann erschwinglich und deshalb so etwas wie Prämie und Auszeichnung. Eine andere Version gibt an, dort unter der Tabakskiefer, durften die Waldarbeiter rauchen.

 

Auf dem sogenannten G-Weg treffen die Wanderer auf die Holzstraße. Hier entlang kommen sie zur Hospitalhütte und nach 1,5 Kilometer zur Käthe-Kollwitz-Hütte. In beiden Einrichtungen kann man Hunger und Durst stillen. Und nach einem halben Kilometer treffen die Wanderfreunde wieder auf das Waldbad, das Naturbad in dieser Region.

 

i www.heidestadt-dahlen.de

Gabi Liebegall

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