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Oschatz Von der Bürgerwehr zum Sportschützenverein
Region Oschatz Von der Bürgerwehr zum Sportschützenverein
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16:38 09.04.2014
Quelle: Privat

Der Vereinschronist der Privilegierten Scheibenschützengesellschaft zu Oschatz hat die Geschichte der Schützengesellschaft recherchiert und darüber ein Buch geschrieben, das zum 670. Jubiläum des Vertragsabschlusses am Sonnabend erscheint.

Auf 152 Seiten hat Martin Kühn aus bisher unveröffentlichtem Quellenmaterial unterschiedlicher Herkunft - vom Mittelalter bis in die Gegenwart - geschöpft. Neben der chronologischen Abhandlung erwarten den Leser Informationen zur sozialen und gesellschaftlichen Stellung der Schützen und zur Brauchtumspflege. Es wird eine Übersicht über schützentypische Traditionen und Bräuche, eine Zusammenfassung der Feld- und Erkennungszeichen, der Auszeichnungen, der Uniformierung sowie lokaler Schützenpoesie geboten.

Zurück zum Beistandspakt: Der wurde am 11. April 1344 geschlossen. Kühn: "Besonders für die Oschatzer Schützenhistorie ist dieser Zusammenschluss von wesentlicher Bedeutung, gilt er doch als erster Nachweis einer bewaffneten Bürgerwehr." Der erste offizielle Schützenauszug fand erst knapp zwei Jahrhunderte später statt - am 28. September 1537. In der nun vorliegenden Gesellschafts-chronik gibt es Einblicke in die Historie der Scheibenschützengesellschaft durch das Auf und Ab der Geschichte bis hin zur Zwangsauflösung nach dem Zweiten Weltkrieg und der Reorganisation des schießsportlichen Lebens nach der politischen Wende 1989/90.

Doch nicht nur für die Oschatzer Stadtgeschichte bildet "Die Geschichte der Privilegierten Scheibenschützengesellschaft zu Oschatz" einen abrundenden Beitrag. Auch über die Stadtgrenzen hinaus werden Themen der Landesgeschichte, besonders der sächsischen Schützengeschichte abgehandelt, beispielsweise die kursächsischen Landschießen samt deren bisher weitestgehend unbekanntem Städtekleinod oder die landesweiten Organisationsstrukturen des Schützenwesens.

Ebenso soll die Integration in Dachverbände wie den Wettin-Schützenbund nicht unerwähnt bleiben, so der Autor. Ein besonderes Novum stelle dabei die Existenz eines Sächsischen Schützenbundes, 1872 initiiert und 1875 als erster Landesverband gegründet, dar, dessen Statuten und temporärer Wirkungsbereich an dieser Stelle erstmals abgehandelt werden.

iDas Buch wird am Sonnabend ab 10 Uhr im Schützenhaus am Wellerswalder Weg vorgestellt. Vorbestellungen: oschatzer-schuetzengeschichte@t-online.de

oaz

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